Beckenbruch: Geraint Thomas gibt Giro auf

Geraint Thomas muss den 103. Giro d'Italia wegen eines Beckenbruchs aufgeben.

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Am Samstag beim Auftakt-Zeitfahren hatte Geraint Thomas noch brilliert. Drei Tage später muss der 34-Jährige wegen Sturzfolgen den Giro aufgeben

Am Samstag beim Auftakt-Zeitfahren hatte Geraint Thomas noch brilliert. Drei Tage später muss der 34-Jährige wegen Sturzfolgen den Giro aufgeben

KEYSTONE/AP/Fabio Ferrari
(sda)

Den Rückzug von Thomas gab Ineos, das Team des am Vortag auf Sizilien gestürzten 34-jährigen Radprofis, vor dem Start zur 4. Etappe von Catania nach Villafranca Tirrena bekannt.

Thomas, der die Tour de France 2018 gewonnen hatte und als Top-Favorit auf den Gesamtsieg bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt galt, war am Montag in der neutralen Phase vor dem eigentlichen Rennstart wegen eines Getränkebidons gestürzt. An seiner linken Seite sichtlich gezeichnet musste der Waliser schon vor dem 19 km langen Schlussanstieg zum Ätna abreissen lassen. Letztlich büsste er über 12 Minuten auf die Spitze ein.

Eine erste Röntgen-Untersuchung am Montagabend hatte zunächst noch keine Fraktur gezeigt. Doch weitere Untersuchungen am Dienstagmorgen ergaben bei Thomas laut dem Ineos-Mannschaftsarzt «eine kleine, nicht verschobene Fraktur im unteren Teil des Beckens». Als Vorsichtsmassnahme, damit sich die Verletzung nicht verschlimmert, muss der Brite die Rundfahrt aufgeben.

Das Jahr 2020 wird Thomas in ganz schlechter Erinnerung bleiben. Zunächst erhielt er wegen nicht genügender Form von der Teamführung kein Aufgebot für die Tour de France, danach verpasste er an den Weltmeisterschaften in Imola als Vierter knapp eine Medaille im Zeitfahren und nun musste er als Sieganwärter den Giro vorzeitig verlassen.