Beat Feuz erstmals in diesem Winter neben dem Podest

Die grossartige Serie von Beat Feuz nimmt in Garmisch-Partenkirchen ein Ende. Erstmals in dieser Saison verpasst der Emmentaler das Podest. Als bester Schweizer belegt Feuz Platz 6.

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Beat Feuz blickt kritisch auf die Resultat-Tafel. Am Ende fehlen 18 Hundertstel zu einem erneuten Platz auf dem Podest.
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Thomas Dressen gewinnt als erster Deutsche seit Markus Wasmeier 1992 die Weltcup-Abfahrt in Garmisch
Niels Hintermann staunt über sich selber. Zum dritten Mal schafft er es in der Abfahrt in die Top 10.
Thomas Dressen holt sich in Garmisch-Partenkirchen mit der Nummer 1 Platz 1.
Beat Feuz landet in Garmisch erstmals in diesem Winter neben dem Podest

Beat Feuz blickt kritisch auf die Resultat-Tafel. Am Ende fehlen 18 Hundertstel zu einem erneuten Platz auf dem Podest.

KEYSTONE/AP/FP
(sda)

Der Sieg ging an den Deutschen Thomas Dressen, der schon zum Saisonauftakt in Lake Louise gewonnen hatte und seinen vierten Weltcupsieg errang. Dressen verwies den Norweger Aleksander Kilde um 16 Hundertstel auf Platz 2. Dritter wurde der 39-jährige französische Oldie Johan Clarey.

Auf der wegen Schneemangels verkürzten Kandahar mit Start ab dem Tröglhang beging Feuz keinen gravierenden Patzer, aber, wie er hinterher bekannte, «zu viele kleine». In einem sehr engen Rennen fehlten ihm letztlich 35 Hundertstel auf den siegreichen Dressen, 18 Hundertstel trennten ihn vom Podest. Vor zwei Jahren, als letztmals in Garmisch eine Abfahrt stattgefunden hatte, hatte sich Feuz den Sieg gesichert, aber diesmal war der Berner nicht ganz in der optimalen Verfassung. «In Kitzbühel war ich erkältet, und überhaupt waren die letzten Wochen sehr anstrengend, auch neben der Piste», befand Feuz.

Unmittelbar hinter dem Schweizer Abfahrts-Leader schaffte es der Zürcher Niels Hintermann als Siebenter zum dritten Mal in einer Abfahrt in die Top 10. Der 24-Jährige war nur gerade vier Hundertstel langsamer als Feuz. Er entwickelt sich immer mehr zum sicheren Wert, nachdem er in Bormio und in Wengen die Ränge 6 und 8 erreicht hatte. Carlo Janka wurde Elfter, Mauro Caviezel (17.) reichte es nicht in die Top 15.

Dressen siegt 28 Jahre nach Wasmeier

Thomas Dressen siegte dort, wo es mit am schönsten ist: zuhause. In Mittenwald unweit Garmisch ist er aufgewachsen, er kennt auf der Kandahar jede Welle. Und doch war sein Erfolg in zweierlei Hinsicht ein ganz spezieller. Einerseits bestreitet er ja seine erste Saison seit dem im letzten Winter erlittenen Kreuzbandriss, und andererseits ist er der erste Deutsche seit Markus Wasmeier 1992, der die Abfahrt von Garmisch gewinnt.

Die Abfahrten in Europa werden ohnehin von Heimsiegen geprägt: In Bormio hatte zweimal der Italiener Dominik Paris triumphiert, in Wengen siegte Beat Feuz, in Kitzbühel bescherte der derzeit an einer Grippe leidende Matthias Mayer den Österreichern einen Erfolg, und nun also holte sich Dressen vor eigenem Publikum Platz 1.