Ambri-Piotta verblüfft bei seiner Spengler-Cup-Premiere

Ambri-Piotta imponiert bei seiner Spengler-Cup-Premiere. Die Leventiner starten mit einem verblüffenden 4:1-Sieg über das KHL-Team Salawat Ufa ins Traditionsturnier.

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Ambri's Matt D'Agostini erzielte das 2:0 in Unterzahl für Ambri gegen Salawat Ufa
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Ambris Trainer Luca Cereda coachte sein Team zu einem erfolgreichen Spengler-Cup-Debüt
Ambris Doppeltorschütze Marco Müller (Nr. 13) und seine Kollegen bejubeln den perfekten Start
Der HC Ambri-Piotta und seine Tifosi sind bereits jetzt eine Attraktion des Spengler Cups

Ambri's Matt D'Agostini erzielte das 2:0 in Unterzahl für Ambri gegen Salawat Ufa

KEYSTONE/GE
(sda)

Ambris kanadischer PostFinance-Topskorer Matt D'Agostini mit einem Ablenker in Unterzahl zum 2:0 sowie Marco Müller in Überzahl zum 3:0 erzielten besonders sehenswerte Tore der Partie. Müller konnte sich 18 Sekunden vor Spielende noch einen zweiten Treffer gutschreiben lassen, als die Russen im Finish ohne Torhüter spielten.

Ufa stand zwar dem 1:1-Ausgleich zur Mitte des Startdrittels nahe, als eine Scheibe knapp nicht mit vollem Umfang die Torlinie überschritt. Doch ansonsten wurden die Russen von einem defensiv kompakten und offensiv dynamischen Ambri in einer unterhaltsamen Partie mehrheitlich beherrscht. Mehr als das Anschlusstor von Jewgeni Lisowez auf Pass des früheren Zugers Linus Omark zum Ende des Mitteldrittels liessen die Leventiner nicht zu.

Das erste Tor am 93. Spengler Cup erzielte Robert Sabolic. Der slowenische Stürmer brachte die Biancoblu bereits in der 3. Minute in Führung. Und Ambris Topskorer Matt D'Agostini, der einen wuchtigen Distanzschuss von Ambris früheren und aktuellem Captain Michael Fora ablenkte, erhöhte noch im Startdrittel auf 2:0. Das 3:0 von Müller mit einem Direktschuss unter die Latte im Powerplay bedeutete die Vorentscheidung. «Das war ein mutiger Auftritt von uns. Dafür wurden wir belohnt», betonte Ambris Trainer Luca Cereda nach der Partie.

Ambri, das von seinem lautstarken Anhang richtiggehend zum Sieg gepusht wurde, bestätigte mit dem Start-Erfolg seinen starke Form aus der Meisterschaft. Dort hatte man bis zur vorweihnachtlichen Heimniederlage gegen Davos (4:5 n.P.) trotz bis zu zehn Absenzen fünf Siege aneinandergereiht.

Mit der erfolgreichen Premiere am Spengler Cup erkämpfte sich Ambri-Piotta einen Ruhetag. Die Leventiner werden damit am Samstag gegen TPS Turku spielen und könnten dabei den Gruppensieg aus eigener Kraft schaffen. Am Freitag spielt in der Gruppe Torriani nun Startverlierer Ufa gegen TPS Turku. Die Sieger der Gruppen Torriani und Cattini (Davos, Team Canada oder Trinec) sind direkt für die Halbfinals vom 30. Dezember gesetzt.

Das unterlegene Ufa ist in der KHL aktuell die Nummer 5 im Osten. Im Vergleich zur Vorweihnachts-Meisterschaftspartie gegen Bars Kasan vom 23. Dezember in Davos (4:3 n.V.) spielten die Russen mit einem auf mehreren Position verändertem Team. Mehrere Nachwuchskräfte erhielten Eiszeit. Unter ihnen befand sich auch das 17-jährige Supertalent Schakir Muchamadullin, der indes auch schon gegen Kasan im Einsatz stand.

Ambri-Piotta - Salawat Ufa 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)

6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Romasko/Stricker (RUS/SUI), Kaderli/Schischlo (RUS). - Tore: 3. Sabolic (Zwerger, Fischer) 1:0. 16. D'Agostini (Fora, Egli/Ausschluss Zwerger!) 2:0. 24. Müller (Zwerger, Miranda/Ausschluss Kuzmin) 3:0. 39. Lisowez (Omark, Burmistrow) 3:1. 60. (59:42) Müller 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Ufa.

Ambri-Piotta: Manzato; Fora, Dotti; Fischer, Plastino; Ngoy, Pinana; Fohrler; Trisconi, Goi, Hinterkircher; Flynn, D'Agostini, Wolski; Zwerger, Müller, Miranda; Sabolic, Douay, Egli.

Ufa: Karejew; Sergejew, Koledow; Zuligin, Lisowez; Muchamadullin, Petrischew; Garejew; Amirow, Burmistrow, Omark; Baschkirow, Kartajew, Schoschnikow; Baranow, Pimenow, Majorow; Lukin, Pustezerow, Kuzmin; Tschewtschenko.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, Conz, Dal Pian, Hofer, Kneubühler, Kostner, Novotny und Rohrbach (alle verletzt). - Pfosten: 53. Schoschnikow. - 58. Timeout Ufa, ab 57:38 bis 58:30 sowie von 58:53 bis 59:42 ohne Torhüter.