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Alles spricht für die US-Golfer - fast alles

Im Ryder Cup gegen die USA von Freitag bis Sonntag spielen die besten zwölf europäischen Golfer den Heimvorteil aus. Dennoch sind die US-Profis um Tiger Woods in Paris haushoch favorisiert.
In alter Stärke eine Teamstütze für die USA am Ryder Cup: Tiger Woods (Bild: KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON)

In alter Stärke eine Teamstütze für die USA am Ryder Cup: Tiger Woods (Bild: KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON)

(sda)

Nach langen Jahren der Demütigung - ab 2002 erlitten sie in sieben Duellen Niederlagen - konnten die Amerikaner bei der letzten Begegnung vor zwei Jahren endlich zurückschlagen. Sie siegten daheim in Minnesota sehr klar mit 17:11.

Die Erfahrung, die Erfolge an den grossen Einzelturnieren und die Positionen in der Weltrangliste sprechen in dieser Woche so deutlich für die amerikanische Auswahl wie nie zuvor.

Die zwölf US-Golfer haben in ihren zum Teil grandiosen Karrieren 31 Majorturniere gewonnen. Selbst wenn man die 14 Titel auf Grand-Slam-Stufe des Ausnahmegolfers Tiger Woods abzieht, sind die Amerikaner immer noch mehr als doppelt so erfolgreich wie die Europäer, die nur acht Majortitel vorweisen. Die Hälfte davon sind dem Nordiren Rory McIlroy gutgeschrieben.

Erfahrung und Erfolge sind miteinander gekoppelt. Für Europas Team haben sich nach den Punktewertungen fünf Spieler direkt qualifiziert, die weder ein Majorturnier gewonnen und jemals im Ryder Cup mitgespielt haben. Es sind Golfer ohne grosse Meriten. Auch deshalb vergab Europas Captain Thomas Björn seine vier Wildcards an lauter reife Spieler: Sergio Garcia, Henrik Stenson, Ian Poulter und Paul Casey. Aufgrund der Form hätte Björn den jungen Engländer Matthew Fitzpatrick mitnehmen können, der Anfang September zum zweiten Mal in Folge das Omega European Masters in Crans-Montana gewann. Aber es wurde offensichtlich, dass der Captain nicht noch einen weiteren Rookie an Bord haben wollte. Ins US-Team haben es nur drei Neulinge geschafft: Justin Thomas, Tony Finau und der in diesem Herbst überragend aufspielende Bryson DeChambeau.

Die Weltrangliste ist für jeden Profi ein untrügliches Abbild der Leistungen der vorangegangen 24 Monate. Auch werden die Ergebnisse stärker bewertet, je frischer sie sind. Hier ist die Überlegenheit der Amerikaner erdrückend. Im Team von Captain Jim Furyk stehen fünf Spieler aus den Top 10 der Weltrangliste. Finau ist als Weltnummer 17 der auf dem Papier Zweitschlechteste im Team. Die Europäer dagegen stellen sechs Spieler von ausserhalb der Top 20. Auch die durchschnittlichen Klassierungen sprechen eine deutliche Sprache: 11,16 für die USA, 19,08 für Europa.

In einem einzigen Leistungskriterium haben die Europäer die Nase vorn. Ihre Spieler haben rund 60 Prozent ihrer früheren Einsätze im dreitägigen Wettkampf gewonnen, die Amerikaner dagegen nur rund 50 Prozent. Ausgesprochene Spezialisten im Matchplay, nach dem der Ryder Cup ausgetragen wird, sind die Engländer Justin Rose und Ian Poulter sowie der Spanier Sergio Garcia.

Woods und Mickelson bemerkenswert

Im US-Team erhalten die früheren Erzrivalen Phil Mickelson und Tiger Woods die höchste Beachtung. Der 48-jährige Dinosaurier Mickelson tritt zum zwölften Mal im Ryder Cup an. Er wird damit alleiniger Rekordhalter. Der Engländer Nick Faldo brachte es zwischen 1977 und 1997 auf elf Nominierungen. Der Deutsche Bernhard Langer, der Ire Christy O'Connor senior und der Engländer Lee Westwood traten je zehn Mal an. Der noch aktive Westwood spielt heuer erstmals seit 1995 nicht mit, er ist aber einer der Vizecaptains unter Thomas Björn.

Tiger Woods könnte seine hervorragende Comeback-Saison um einen Höhepunkt erweitern. Die letzten beiden Ryder Cups verpasste er wegen Verletzungen. Wie er am letzten Wochenende mit dem überlegenen Sieg an der Tour Championship in Atlanta gezeigt hat, ist er wieder in der Form, die er früher ausgespielt hatte. Im Ryder Cup muss er noch etwas gutmachen, denn die Bilanz aus seinen sieben vorangegangene Teilnahme ist negativ.

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