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Ajeti und Frei schiessen den FC Basel zum 13. Cupsieg

Der FC Basel ist zum 13. Mal Schweizer Cupsieger. Das Team von Trainer Marcel Koller setzte sich im Final im Stade de Suisse in Bern vor gut 20'000 Zuschauern gegen Thun 2:1 durch.

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(sda)

Es dauerte mehr als 80 Minuten, bis im 94. Schweizer Cupfinal doch noch die grossen Emotionen ausbrachen. Als Dejan Sorgic für Thun im Anschluss an einen Corner der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang, kehrte die Spannung in die zuvor über weite Strecken wenig prickelnde Partie zurück.

Mit der Unterstützung der rund 10'000 Fans stürmten die Berner Oberländer an und brachten den grossen Favoriten noch einmal ins Zittern. Klare Torchancen zum Ausgleich erspielten sich die Thuner aber nicht mehr. Wir bereits zuvor fehlte dem Team von Marc Schneider nicht viel, aber dennoch das gewisse Etwas, um den Ausgleich noch zu erzielen und den ersten Titel in der 121-jährigen Vereinsgeschichte doch noch zu gewinnen.

Vier Minuten vor Sorgics Anschlusstreffer hatte Fabian Frei mit dem 2:0 für Basel für die vermeintliche Entscheidung gesorgt. Seit der 23. Minute hatte der Favorit in Führung gelegen. Der Schweizer Internationale Albian Ajeti, einer der besten an diesem Nachmittag, verwertete eine Flanke von Valentin Stocker mit dem Kopf zum 1:0. Die Basler profitierten dabei von mehreren Fehlern in der Thuner Abwehr. Chris Kablan, Roy Gelmi und Torhüter Guillaume Faivre machten keine gute Figur.

Der Sieg für das Team von Marcel Koller war zwar kein berauschender, aber ein verdienter. Die Basler boten wie so oft in dieser Rückrunde einen pragmatischen, aber erfolgreichen Auftritt. Letztlich entschied die grössere individuelle Klasse und das breitere Kader zugunsten des FCB. Thun hatte kurzfristig auch auf den Innenverteidiger Miguel Rodrigues verzichten müssen, zu allem Überfluss schied mit Nicola Sutter ein weiterer Verteidiger Mitte der ersten Halbzeit verletzt aus.

Die Thuner verpassten in ihrer zweiten Cupfinal-Teilnahme nach 1955 die erste Chance auf den direkten Einzug in die Europa League, nun muss sich der Tabellendritte der Super League diesen Platz im europäischen Wettbewerb über die Meisterschaft sichern. Basel wird die Qualifikation für die Champions League bestreiten.

Für den FCB war es bereits der achte Cupsieg seit der Jahrtausendwende, der erste seit 2017. Es ist der erste Titel in der Ära von Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller (seit 2017).

FC Basel - FC Thun 2:1 (1:0)

Stade de Suisse, Bern. - 20'500 Zuschauer. - SR San. - Tor: 23. Ajeti (Stocker) 1:0. 77. Frei (Riveros) 2:0. 81. Sorgic (Kablan) 2:1.

Basel: Omlin; Xhaka, Suchy, Zambrano, Riveros; Balanta, Frei (91. Van Wolfswinkel); Stocker (67. Bua), Zuffi (72. Kuzmanovic), Okafor; Ajeti.

Thun: Faivre; Joss, Gelmi, Sutter (26. Karlen), Kablan; Fatkic; Tosetti (79. Salanovic), Costanzo, Stillhart, Spielmann (94. Schwizer); Sorgic.

Bemerkungen: Basel ohne Petretta (gesperrt) und Widmer (verletzt), Thun ohne Glarner (gesperrt), Hediger, Rodrigues und Ziswiler (alle verletzt). Verwarnung: 13. Okafor (Foul). 23. Stillhart (Foul). 26. Balanta (Foul). 65. Riveros (Foul). 94. Ajeti (Reklamieren). 94. Costanzo (Foul).