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Abfahrt in Bormio: Beat Feuz setzt das nächste Häklein

Beat Feuz schafft es auch in der Weltcup-Abfahrt von Bormio aufs Podium. Hinter den beiden routinierten Italienern Dominik Paris und Christof Innerhofer wird der Emmentaler Dritter.
David Bernold (SDA)
Beat Feuz (links) duscht Sieger Dominik Paris mit Champagner. Bild: Andrea Solero / EPABeat Feuz (links) duscht Sieger Dominik Paris mit Champagner. Bild: Andrea Solero / EPA
Jubelt über Platz 3: Beat Feuz. Bild: Andrea Solero / EPAJubelt über Platz 3: Beat Feuz. Bild: Andrea Solero / EPA
Siegerpodest bei der Abfahrt in Bormio: Dominik Paris (Mitte) gewinnt vor Christof Innerhofer (links) und Beat Feuz. Bild: Andrea Solero / EPASiegerpodest bei der Abfahrt in Bormio: Dominik Paris (Mitte) gewinnt vor Christof Innerhofer (links) und Beat Feuz. Bild: Andrea Solero / EPA
Beat Feuz fährt dem Ziel in Bormio entgegen. Bild: Alessandro Trovati / APBeat Feuz fährt dem Ziel in Bormio entgegen. Bild: Alessandro Trovati / AP
Fliegt dem Ziel entgegen: Beat Feuz. Bild: Andrea Solero / EPAFliegt dem Ziel entgegen: Beat Feuz. Bild: Andrea Solero / EPA
Christof Innerhofer - der Spezialist für eisige Pisten. (Bild: Marco Trovati / AP)Christof Innerhofer - der Spezialist für eisige Pisten. (Bild: Marco Trovati / AP)
Dominik Paris jubelt im Ziel von Bormio - dritter Abfahrtssieg nach 2012 und letztem Winter (Bild: Marco Trovati / AP)Dominik Paris jubelt im Ziel von Bormio - dritter Abfahrtssieg nach 2012 und letztem Winter (Bild: Marco Trovati / AP)
Beat Feuz (links) freut sich mit den Italienern. (Bild: Marco Trovati / AP)Beat Feuz (links) freut sich mit den Italienern. (Bild: Marco Trovati / AP)
Christof Innerhofer und Dominik Paris feiern mit ihren Teamkollegen. (Bild: Marco Trovati / AP)Christof Innerhofer und Dominik Paris feiern mit ihren Teamkollegen. (Bild: Marco Trovati / AP)
Der Slowene Klemen Kosi muss mit dem Helikopter abtransportiert werden. (Bild: Marco Trovati / AP)Der Slowene Klemen Kosi muss mit dem Helikopter abtransportiert werden. (Bild: Marco Trovati / AP)
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Beat Feuz wird in der Abfahrt von Bormio Dritter – hinter zwei Italienern

Beat Feuz nennt es Abarbeiten seiner «To-do-Liste». In diesem Formular kann er das nächste Häklein setzen, denn mit dem 3. Rang schloss er eine weitere Lücke in seinem Palmares, die bereits dritte in diesem Winter. In Beaver Creek hatte er zum ersten Mal die Abfahrt gewonnen, in der Abfahrt in Gröden war er als Drittplatzierter erstmals unter die ersten drei gefahren.

Nun also die nächste Premiere - auf einer Piste, die den Fahrern alles abverlangte. Die berüchtigte «Stelvio» präsentierte sich trotz gestiegener Temperatur wie in den beiden Trainings an den Vortagen in eisigem, ruppigem Zustand. «Das war eines der härtesten Rennen, das ich jemals bestritten habe», sagte Feuz.

Dass er die schwierige Prüfung gut gelöst hatte, wusste der Weltmeister schon beim Abschwingen im Ziel. Lediglich 16 Hundertstel hatte er auf den zu jenem Zeitpunkt führenden Innerhofer eingebüsst, auf den Konkurrenten also, der als der grosse Favorit gehandelt worden war. Mit dem Österreicher Vincent Kriechmayr und dem Norweger Aleksander Kilde hatte er zudem zwei «Hochkaräter» hinter sich gelassen, wie sich Feuz ausdrückte. «Da hoffte ich natürlich, dass das ein gutes Resultat werden würde.»

Der nächste starke Finish

Das gute Ergebnis verdankt Feuz einmal mehr einer ganz starken Fahrt im letzten Streckenteil, auf dem er nur einen Hauch langsamer als Paris war. Es erstaunt immer wieder, wie er in den abschliessenden Passagen zuzulegen vermag. Das zeugt von einer ausgezeichneten körperlichen Verfassung, was wiederum überrascht, zumal Feuz im konditionellen Bereich auf sein lädiertes linkes Knie Rücksicht nehmen muss. Allerdings spricht Feuz nicht von dosierten Einheiten. «Ich trainiere nicht weniger, nur etwas anders.» Den Grund für seine Stärke während der letzten Fahrsekunden sieht er denn auch eher in seinen fahrerischen Fähigkeiten. Sein Fahrgefühl und Renninstinkt sind hinlänglich bekannt.

Abhaken konnte Feuz in den letzten zwei Wochen zwei Abfahrten, die er seine schwierigsten zwei Aufgaben nennt. In Val Gardena war er zuvor nie über Platz 8 hinausgekommen, in Bormio hatte es ihm im Vorjahr zu Rang 4 gereicht. Die zwei Podestplätze sind für ihn die Bestätigung, dass «das Material passt, und ich mich auf den Ski wohl fühle».

Entsprechend zuversichtlich kann Feuz den Klassikern in Wengen und in Kitzbühel entgegenblicken. Ins Berner Oberland wird er als alleiniger Leader in der Disziplinen-Wertung reisen. Ein weiterer Fingerzeig an die Konkurrenz, dass er bereit ist, dem Gewinn der ersten Kugel im vergangenen Winter einen zweiten folgen zu lassen.

Die in Bormio nächstbesten Schweizer folgen in der Rangliste auf Platz 14. Niels Hintermann und Mauro Caviezel teilten sich diese Position. Derweil Caviezel wie schon in Gröden nicht ganz an seine Vorstellungen in Übersee anknüpfen konnte, egalisierte Hintermann erneut sein Bestergebnis in einem Speed-Rennen. Den gleichen Rang erreichte der Zürcher, der wegen einer Schulter-Operation die gesamte letzte Saison verpasst hatte, in diesem Winter schon in den Abfahrten in Lake Louise und Val Gardena.

Paris zum Dritten

In Gröden hatte Hintermann sogar Dominik Paris hinter sich gelassen. Doch in Bormio war keiner besser als der Südtiroler. Paris siegte bei der «Festa Italiana» mit 36 Hundertsteln Vorsprung vor Landsmann Innerhofer, wiederholte seinen Erfolg aus dem Vorjahr und entschied die Prüfung im Veltlin zum dritten Mal für sich.

Paris demonstrierte bei seinem zehnten Sieg im Weltcup einmal mehr seine Klasse als kompletter Abfahrer. Auf der «Stelvio» sind nicht nur Mut und ein gewisses Mass an Risiko gefragt. Auch in Sachen Technik und Taktik muss ein Athlet auf der Höhe sein, um vorne mithalten zu können. Und dass Paris über die nötige Kraft verfügt, steht bei seiner Statur, die an einen Kranzschwinger erinnert, ausser Frage.

An der Technik hat Paris in den vergangenen Jahren im besonderen Mass gefeilt. Dass ihm die veränderte Taillierung der Riesenslalom-Ski nicht behagt, fiel in den bisherigen Speed-Rennen des Winters nicht ins Gewicht. Beim Auftakt in Lake Louise war er in der Abfahrt Dritter geworden, im Super-G, in dem es ihm im letzten Winter nicht nach Wunsch gelaufen war, in Beaver Creek ebenso.

Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Dominik Paris (ITA) 1:55,21. 2. Christof Innerhofer (ITA) 0,36 zurück. 3. Beat Feuz (SUI) 0,52. 4. Bryce Bennett (USA) 0,67. 5. Vincent Kriechmayr (AUT) 0,96. 6. Matthieu Bailet (FRA) 1,02. 7. Matthias Mayer (AUT) 1,17. 8. Johan Clarey (FRA) 1,39. 9. Aleksander Kilde (NOR) 1,46. 10. Benjamin Thomsen (CAN) 1,61.

Ferner: 12. Max Franz (AUT) und Aksel Lund Svindal (NOR), je 1,71. 14. Niels Hintermann (SUI) und Mauro Caviezel (SUI), je 1,91. 25. Adrien Théaux (FRA) 2,42. 27. Gilles Roulin (SUI) 2,55. 31. Marco Odermatt (SUI) 2,72. 33. Hannes Reichelt (AUT) 2,85. 34. Carlo Janka (SUI) 3,07. 42. Patrick Küng (SUI) 3,77. - 65 Fahrer gestartet, 51 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Kjetil Jansrud (NOR) und Klemen Kosi (SLO).

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