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Zwei von fünf Kandidaturen für den Nationalrat sind weiblich

Für die Nationalratswahlen hat sich eine Rekordzahl an Kandidatinnen und Kandidaten angemeldet. Nach Angaben der Bundeskanzlei wollen 4652 Männer und Frauen in die Grosse Kammer. Markant angestiegen ist der Frauenanteil unter den Kandidaturen.
Diese Sessel sind begehrt: Über 4650 Frauen und Männer bewerben sich für einen Platz im Nationalrat. So viele wie noch nie. (Bild: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

Diese Sessel sind begehrt: Über 4650 Frauen und Männer bewerben sich für einen Platz im Nationalrat. So viele wie noch nie. (Bild: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

(sda)

Zwei von fünf Kandidaturen für den 20. Oktober sind von Frauen. Ihr Anteil wuchs gegenüber den vergangenen Wahlen 2015 von 34,5 auf 40 Prozent, wie die Bundeskanzlei am Montag mitteilte. Die Behörde präsentierte in Bern die offiziellen Zahlen zu den Kandidaturen. Erstmals seit Mitte der 1990er Jahren sprang der Frauenanteil somit wieder deutlich nach oben.

In der Mehrheit der Kantone ist die Zunahme bei den Frauenkandidaturen grösser als bei den Männern. Ausnahmen sind Schwyz, Schaffhausen, St. Gallen, Graubünden, Aargau und Jura - dort haben sich mehr zusätzliche Männer angemeldet als Frauen.

22,6 Prozent mehr Kandidaturen

Mehr Kandidaturen als 2015 gibt es jedoch in sämtlichen Kantonen ausser Genf. Der Anstieg der Kandidaturen auf über 4650 entspricht einer prozentualen Zunahme von 22,7 Prozent. Vor vier Jahren hatten sich 3792 Menschen zur Wahl gestellt; vor vierzig Jahren waren es erst 1845 gewesen.

Die Zahlen der Bundeskanzlei beziehen sich auf die 22 Kantone, in denen es ein Anmeldeverfahren für die Kandidaten gibt. Für Uri, Glarus und die beiden Appenzell fehlen die Zahlen, weil in diesen Kleinkantonen jede dort stimmberechtigte Person wählbar ist.

CVP mit den meisten Listen

Auch bei den eingereichten Listen vermeldet die Bundeskanzlei einen Rekord: 511 Listen mit Kandidaten stellen sich in den Proporzkantonen zur Wahl. Zum Vergleich: 1979 waren es 160 Listen gewesen.

Alle grossen Parteien haben auch deutlich mehr Listen eingereicht. Die CVP geht mit den meisten Listen (77) an den Start, gefolgt von der SP (73), der SVP (67) und der FDP (60). Vor vier Jahren waren alle diese Parteien mit rund 55 Listen angetreten.

Auch die Grünen (49, +8), die Grünliberalen (43,+7) und die EVP (23, +8) steigerten die Anzahl ihrer Listen deutlich. Die BDP verfügt mit 20 über fast gleich viele Listen wie 2015. Deutlich weniger Listen reichte einzig die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) ein, die auf noch 11 Listen kommt nach 18 Listen vor vier Jahren.

Ein Grund für die Listen- und damit auch Kandidatenflut dürfte eine Gesetzesänderung sein: Gewisse Parteien sind von der Unterschriftensammlung zur Genehmigung zusätzlicher Wahllisten befreit.

70 Jahre zwischen Jüngstem und Ältestem

Der älteste Kandidat ist 88 Jahre alt - und in Bundesbern wohlbekannt. Es ist der ehemalige Waadtländer CVP-Nationalrat Jacques Neirynck, der vor vier Jahren einem Parteikollegen Platz machen musste, aber sich nun nochmals aufstellen lässt.

Der jüngste Kandidat kommt aus dem Kanton Luzern, heisst Sebastian Huber und gehört der GLP an. Er wird am Tag vor dem Wahltag seinen 18. Geburtstag feiern. Laut Bundeskanzlei wären 461 der diesjährigen Kandidatinnen und Kandidaten vor vier Jahren noch zu jung gewesen, um sich wählen zu lassen.

Rein vom Durchschnittsalter her ist das Kandidatenfeld leicht älter geworden. Das Durchschnittsalter - gemessen am Geburtsjahr der Kandidatinnen und Kandidaten - ist um fast ein Jahr von 40,6 auf 41,5 Jahre gestiegen. Das Medianalter, also das Alter der Person, die sich exakt in der Mitte der Altersverteilung befindet, blieb hingegen unverändert zu den Wahlen 2015 bei 40 Jahren.

Die rund 5,4 Millionen Wahlberechtigten erhalten ab der kommenden Woche von ihren Kantonen die Wahlunterlagen zugeschickt, wie die Bundeskanzlei weiter mitteilte. Darin enthalten ist auch eine Anleitung, in der Begriffe wie Kumulieren und Panaschieren erklärt werden und aufgezeigt wird, wie ein gültiger Wahlzettel ausgefüllt wird. Erstmals werde auch in sogenannt Leichter Sprache informiert.

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