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Zurück zum Mond und noch weiter

Buzz Aldrin mischt noch immer kräftig in den Plänen für Mond-Missionen mit: Am Starmus-Festival in Dübendorf ZH stellte der Apollo-11-Astronaut die Pläne der Nasa für das Artemis-Programm vor. Der Blick geht dabei viel weiter ins All: zum Mars.
Auch mit 89 lässt der Mond ihn nicht los: Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, präsentierte am Starmus-Festival die Pläne der Nasa für weitere Mond-Missionen. Und seine eigenen Ideen dazu. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Auch mit 89 lässt der Mond ihn nicht los: Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, präsentierte am Starmus-Festival die Pläne der Nasa für weitere Mond-Missionen. Und seine eigenen Ideen dazu. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Das 50-jährige Jubiläum der Mondlandung bringt diesen Meilenstein der Raumfahrt zurück ins Bewusstsein und inspiriert gerade eine neue Generation, die die ersten Schritte von Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Erdtrabanten nicht selbst miterlebt haben. In wenigen Jahren könnten sie jedoch eine neue Premiere auf dem Mond zu erleben: 2024 soll erstmals eine Frau auf dem Erdtrabanten landen, und seit 1972 auch zum ersten Mal wieder ein Mann.

Das Artemis-Programm, benannt nach Apollos Zwillingsschwester, der Göttin des Mondes in der griechischen Mythologie, soll die Voraussetzungen für eine nachhaltige Präsenz des Menschen auf dem Mond schaffen, wie Aldrin am Donnerstag im Rahmen des Starmus_Festival in Dübendorf ZH erklärte.

Mit Artemis 1 steht ein ein erster Testflug der Rakete SLS (Space Launch System) und der Raumfähre Orion als integriertes System an, Artemis 2 soll die bemannte Generalprobe für die erneute Mondlandung werden, und Artemis 3 schliesslich eine Astronautin und einen Astronaut auf die Oberfläche des Erdtrabanten absetzen. Und natürlich sicher zur Erde zurückbringen.

Das Artemis-Programm hat dabei ein anderes Gebiet der Mondoberfläche im Visier als die Apollo-Missionen, die in Äquator-Nähe landeten. Nun soll es zum Mond-Südpol gehen, wo der Untergrund Wassereis beherbergt.

Zum nächsten Horizont

Artemis soll die nächste Ära der bemannten Raumfahrt einläuten, denn der Blick geht bereits zum nächsten Horizont: Der Mond solle unter anderem Trittbrett und Trainingsbasis für das weitere Vordingen der Menschheit in die Tiefen des Weltraum werden, wie Aldrin erklärte. Nächste Station: Mars.

Auf dem Mond liesse sich einiges erproben, dass auch auf dem Mars nützlich wäre: Zum einen, wie sich mit möglichst wenig Gewicht und Energieaufwand der Transport einer Crew, die Landung, der Aufstieg und die Rückkehr gestalten liessen. Zum anderen liessen sich auch Technologien, die längere Aufenthalte einer Crew auf der Oberfläche erlauben, dürften sich vom Mond auf den Mars übertragen lassen.

Auch US-Präsident Donald Trump scheint der Ehrgeiz gepackt zu haben, die Vormachtsstellung der USA im Weltraum zu behaupten: Erst kürzlich erhöhte er das Budget für die Nasa um 1,6 Milliarden US-Dollar zusätzlich zu den 21 Milliarden Dollar für das Haushaltsjahr 2020.

Innovationstreiber Raumfahrt

Einer der Gründe für die Mond-Ambitionen der US-Regierung dürfte sein, dass die Raumfahrt ein Innovationstreiber ist. Der Bedarf der Nasa für das Apollo-Programm verschaffte der Elektronik- und Halbleiterindustrie der USA in den 1960er Jahren einen Schub, der ihr einen weltweiten Vorsprung verschaffte.

Für die beste Möglichkeit, Menschen zu einer nachhaltigen Präsenz auf Mond und Mars zu verhelfen, vor allem für den Transport, hat Buzz Aldrin allerdings seine eigenen Ideen, die von denen der Nasa abweichen. Statt einer permanenten Station im Orbit, einer Zwischenstation namens «Gateway» wie die Nasa plant, stellt er sich eher einen Cruiser vor, der zwischen Erde und Mond in achtförmiger Flugbahn zwischen den Orbits pendelt und mit Material und Crew besetzt werden könnte. Er hätte auch schon einen Namen für eine Fähre, scherzte er: «The Buzz Craft».

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