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Zurich Film Festival ist im Kristen-Stewart-Fieber

Die Chancen, Hollywood-Star Kristen Stewart in Zürich anzutreffen, sind gross wie nie: Der Hollywoodstar ist seit Mittwochmorgen am 15. Zurich Film Festival (ZFF), präsentiert am Abend den neuen Film «Seberg» und spricht am Donnerstag in einem Talk über ihre Karriere.
Kristen Stewart am Film Festival in Zürich. (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/WALTER BIERI)

Kristen Stewart am Film Festival in Zürich. (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Im Biopic «Seberg» von Regisseur Benedict Andrews spielt Kristen Stewart die amerikanische Schauspielerin Jean Seberg, die Ende der 1960er Jahre nach Jahren in Paris in die Vereinigten Staaten zurückkehrte. Dort suchte sie nach neuen filmischen Herausforderungen und engagierte sich gleichzeitig in der Black-Panther-Bewegung. Eine Affäre mit einem Aktivisten brachte sie direkt ins Visier eines illegalen Überwachungsprogramms des FBI, mit dem die Bürgerrechtsbewegung bekämpft wurde. Und trieb sie buchstäblich in den Tod.

Spricht sie gerne über dieses Projekt oder nicht? Dessen kann man sich bei Kristen Stewart erst einmal nicht so sicher sein. Die 29-jährige Schauspielerin, die unter anderem für ihre Rollen in «Twilight» oder «Clouds of Sils Maria» bekannt ist, lacht nur selten, wenn ihr Journalisten und Fotografen gegenüber sitzen. Fragen beantwortet sie zögerlich, ihrer Mimik nach fast ein bisschen genervt. Doch wenn sie den Faden erst einmal gefunden hat, dann sprudelt es aus ihr heraus.

Die Rolle der Jean Seberg liege ihr am Herzen, betont Stewart mehr als nur einmal. Es sei ihr wichtig, mit dem Film die ganze Geschichte der amerikanischen Schauspielerin und 60ies-Ikone erzählen zu können. «Die Tatsache, dass gerade in den USA viele Menschen denken, das sei einfach eine Schauspielerin gewesen, die aufgehört hat zu arbeiten, ein bisschen exzentrisch wurde, nach Paris zog und sich irgendwann das Leben nahm, ist nicht in Ordnung», sagte Stewart im Interview mit Keystone-SDA. Die Folgen ihrer aktivistischen Tätigkeiten hätten sie an dunkle Orte gebracht.

Auf diese Tragik legt der Film das Hauptaugenmerk. Und Kristen Stewart wird an der Medienkonferenz am Nachmittag richtig emotional: «Jean hat sich so gut wie nie politisch geäussert», sagt sie. Das einzige Motiv des FBI, in ihre Privatsphäre einzudringen, ihr Leben und jenes ihres Geliebten zu zerstören, sei ein rein rassistisches gewesen. «In dem Sinne ist der Film leider noch immer sehr aktuell.»

Das Drama um die mit 40 Jahren verstorbene Nouvelle-Vague-Ikone kommt im März 2020 in die Deutschschweizer Kinos. Im Rahmen der Schweizer Premiere wird Kristen Stewart am Mittwochabend der Golden Eye Award des ZFF überreicht.

Gewürdigt wird die Schauspielerin dafür, dass sie «den schwierigen Spagat zwischen Mainstream und Arthouse» geschafft habe. Obwohl sie nach der Twilight-Serie in Blockbuster-Filmen hätte mitwirken können, habe sich Stewart konsequent für künstlerisch engagierte Indie-Filme entschieden, sagten die ZFF-Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri im Vorfeld des Festivals.

Am Donnerstag wird sie im Rahmen der «A Conversation with...»-Reihe über ihre Karriere reden und Fragen aus dem Publikum beantworten.

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