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Zum 1. April «Zurich» statt «Zürich» und Dämpfer für Aareschwimmer

Zürich künftig ohne ü-Pünktchen, Sechseläuten ohne Holzfeuer, gendergerechte Drogenrazzia-Alarmsirene für die Berner Reitschule oder temperaturreguliertes Aarewasser: Zahlreiche Medienbeiträge haben am Montag zum 1. April zum Schmunzeln angeregt. Eine kleine Auswahl:
Aprilscherz des «Tages-Anzeigers»: Das Sechseläuten soll wegen zu hoher Emissionen ab sofort ohne Holzfeuer auskommen. (Bild: Keystone/PATRICK HUERLIMANN)

Aprilscherz des «Tages-Anzeigers»: Das Sechseläuten soll wegen zu hoher Emissionen ab sofort ohne Holzfeuer auskommen. (Bild: Keystone/PATRICK HUERLIMANN)

(sda)

«Es droht ein Umlaut-Massaker», titelte die «Neue Zürcher Zeitung». Die Stadt Zürich werde künftig auf die ü-Pünktchen in «Zürich» verzichten. Dies auf Wunsch der Standort- und Tourismusförderer, welche mit dem Umlaut nichts anzufangen wüssten. Ohne ü-Pünktchen könne man sich im globalen Kontext besser als Marke positionieren. Auf allen amtlichen Dokumenten, Publikationen und Schildern werde künftig deshalb nur noch «Zurich» stehen.

Der «Tages-Anzeiger» machte publik, dass das Sechseläuten ab sofort ohne Holzfeuer auskommen müsse. Grund seien die zu hohen Emissionswerte. Der Holzhaufen, der dem «Böögg» jeweils sein letztes Stündchen beschert, entspreche laut Angaben der Stadt einer «Holzfeuerungsanlage mit über 500 Kilowatt Leistung». Deshalb müsse das Holzfeuer durch ein Gasfeuer ersetzt werden.

Starkoch in der Kirche

Die «Berner Zeitung» dämpfte die Vorfreude der Aareschwimmer auf den Sommer: Ab diesem Sommer dürfe die Wassertemperatur nicht mehr über 20 Grad steigen, denn der Kanton reguliere künftig die Temperatur bei Thun. Über den Hochwasser-Entlastungsstollen werde allenfalls kühles Wasser in den Fluss geleitet.

Der «Bund» behauptete, die Drogenrazzia-Alarmsirene der Reitschule solle gendergerecht werden. «Die Klänge werden neu eingesungen - und zwar vom Frauenchor der Reitschule.»

Das «Bieler Tagblatt» wusste zu berichten, dass in der Kirche Ligerz bald Starkoch Anton Mosimann aktiv werde. So solle die Auslastung des Gotteshauses verbessert werden.

DJ Bobo fast Regierungsrat

René Baumann, besser bekannt als DJ Bobo, sei fast in den Luzerner Regierungsrat gewählt worden, berichtete «Zentralplus.ch». 22'621 Stimmen habe er geholt.

Laut der «Luzerner Zeitung» plant die Stadt Zug Parkgebühren für Velos. Damit wolle man ein «Velochaos» verhindern.

Ein Sibirischer Tiger für Arosa. Schliesslich gibt es dort ja schon ein Bärenland. Laut «Südostschweiz» sollen mit dem Tiger asiatische Touristen nach Arosa gelockt werden.

Im «Toggenburger Tagblatt» wird von einem unerwarteten Reichtum für die Gemeinde Lichtensteig berichtet. Bei Sondierungsarbeiten sei eine Kiste voller Gold der «Toggenburger Bank» gefunden worden.

Das «St. Galler Tagblatt» berichtet, dass auf dem Dach der St.Galler Kathedrale eine Solaranlage installiert werden soll.

Die IGP Arena in Wil soll für Monate geschlossen bleiben. Der Grund: Eine bedrohte Ameisenart habe sich im Stadion des FC Wil eingenistet, schreiben die «Wiler Nachrichten».

Die «Appenzeller Zeitung» warnt Langfinger: Brennholz im Wald bei Sommeri sei «mit Schwarzpulver geimpft».

Auch Schweizer Radio SRF1 brachte einen 1.-April-Scherz: Mit einer App könnten Hörerinnen und Hörer mit DAB-Radios neu nicht nur entscheiden, ob sie einen Moderator oder eine Moderatorin hören wollen, sondern auch noch einen Dialekt dazu auswählen.

Katzen in der Schule

Die Zeitung «Le Courrier» berichtete am Montag von einem Experiment, dass der Staat mit Grundschülern und Katzen durchgeführt habe. Katzengeräusche hätten nämlich beruhigende Wirkungen auf das Gehirn.

Ein guter Hinweis auf Aprilscherze in Medien ist immer, wenn die Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort eingeladen wird. Angeblich um über die Sensation zu informieren. Als Trostpflästerli gibt es dann für die Leserinnen und Leser eine Bratwurst und ein Bier oder Mineral.

So verkündete zum Beispiel das «Journal du Jura», in Moutier solle am Abend eine Kappeler Milchsuppe serviert werden. Ein Zuger und ein Zürcher Geistlicher wollten auf diese Weise den Streit um die Kantonszugehörigkeit des Städtchens schlichten.

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