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WHO-Resolution zu Preistransparenz bei Arzneimitteln aufgeweicht

Eine WHO-Resolution für mehr Transparenz bei Medikamenten ist von der Jahresversammlung der WHO in abgeschwächter Form verabschiedet worden, mit Zustimmung der Schweiz. Deutschland und Grossbritannien hingegen stimmten Nein.
WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus lobte die Resolution zur Transparenz im Arzneimittelmarkt als «historischen Schritt». (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus lobte die Resolution zur Transparenz im Arzneimittelmarkt als «historischen Schritt». (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda/dpa)

Die Resolution war Thema an der 72. Weltgesundheitsversammlung der WHO, die am Dienstag in Genf zu Ende ging. Die Schweizer Vertreterin begrüsste die Resolution als wichtigen Schritt, um die Transparenz im Arzneimittelmarkt zu verbessern. Dass sie nicht einstimmig verabschiedet worden sei, sei bedauerlich.

Von einer historischen Einigung sprach auch WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Resolution ruft die Staaten auf, geeignete Massnahmen für mehr Transparenz bei Preisangaben zu treffen. Dabei geht es zunächst um «Netto-Preise» für die Hersteller, nach Abzug von Rabatten und Subventionen.

Erheblich abgeschwächt wurde die Resolution namentlich bei der Ausweisung von Kosten sowie öffentlichen und privaten Investitionen in der Forschung, den Resultaten von klinischen Tests und in Sachen Patente. Mehrere Staaten bedauerten, dass das Engagement der Staatengemeinschaft nicht verbindlicher sei. Die Resolution zu den Medikamenten ist nicht bindend.

Krankheit im beruflichen Umfeld

Die neuntägige Jahresversammlung der WHO endete am Dienstag. In den vergangenen Tagen hatte sie unter anderem Burnout als «Phänomen im beruflichen Umfeld» anerkannt. Damit gehört Burnout zu insgesamt 55'000 Krankheiten, Symptomen und Verletzungsursachen, die in der «Internationalen Klassifikation der Krankheiten» aufgeführt sind.

Der nach 30 Jahren erstmals neu gefasste Katalog wurde an der WHO-Jahresversammlung verabschiedet. Er tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Auch zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht gehören neu zur Liste der Gesundheitsstörungen.

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