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Wasser des Lenker Gletschersees fliesst grün aus dem Gletschertor

Der Wasser-Färbversuch beim Gletschersee oberhalb der Lenk im Berner Oberland ist am Freitag erfolgreich durchgeführt worden. Der Versuch sollte zeigen, ob das Seewasser tatsächlich abfliesst und nicht etwa irgendwo im Gletscherinnern zusammenläuft.
Wenn der Gletschersee auf der Plaine-Morte ausläuft, gehen Trübbach und Simme hoch. (Bild: Keystone/PATRICK HUERLIMANN)

Wenn der Gletschersee auf der Plaine-Morte ausläuft, gehen Trübbach und Simme hoch. (Bild: Keystone/PATRICK HUERLIMANN)

(sda)

«Färbversuch erfolgreich», konnten die Fachleute am Freitagvormittag auf der Internetseite www.gletschersee-lenk vermelden. Rund eindreiviertel Stunden nachdem sie dem Gletscherseewasser grüne Farbe zugesetzt hatten, trat dieses am Gletschertor wieder aus. Die verwendete Farbe ist für Menschen und Umwelt völlig ungefährlich.

Der Pegel des Faverges-Sees auf der Plaine-Morte sank in letzter Zeit stetig und hat sich nach Angabe der Schwellenkorporation Lenk vom Donnerstag bereits um mehrere Meter vermindert. Im Abflussverhalten des Trübbachs war dies aber nicht eindeutig erkennbar. Deshalb sollte der Färbversuch Klarheit schaffen.

Der Gletschersee oberhalb der Lenk hat sich seit 2011 fast jeden Sommer spontan entleert und im hinteren Talboden der Lenk zum Teil für Überflutungen gesorgt.

Vor einigen Jahren hinterliess der schmelzende Plaine-Morte-Gletscher an seinem Südostrand eine Mulde zwischen Fels und Eis. Im Frühsommer sammelt sich darin jeweils Schmelzwasser. Wenn dieses einen kritischen Pegelstand erreicht hat, entleert sich der See spontan. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch den Gletscher und sorgt in Trübbach und Simme für Hochwasser.

2018 mussten ein Campingplatz und ein Restaurant evakuiert werden - rund hundert Personen mussten die Nacht in einer Notunterkunft verbringen.

Die Schwellenkorporation plante daraufhin Notmassnahmen in Form eines Entlastungs-Eiskanals. Die Arbeiten wurden Ende Juni abgeschlossen. Wegen der grossen Hitze füllte sich der See rasch. Bereits am 11. Juli vermeldete die Gemeinde, dass nun Wasser in den Entwässerungsgraben laufe.

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