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Vögel verspeisen pro Jahr tonnenweise Insekten

Die insektenfressenden Vögel der Welt verspeisen pro Jahr 400 bis 500 Millionen Tonnen Beute. Dies zeigen Berechnungen von Zoologen. Damit spielen Vögel eine wichtige Rolle in der Insektenbekämpfung.
Eine Blaumeise füttert ihren Jungvogel mit einer Käferlarve. Alle Vögel weltweit fressen jährlich bis zu 500 Tonnen Insekten, wie Basler Zoologen schätzen. (Bild: Universität Basel/Maurice Baker)

Eine Blaumeise füttert ihren Jungvogel mit einer Käferlarve. Alle Vögel weltweit fressen jährlich bis zu 500 Tonnen Insekten, wie Basler Zoologen schätzen. (Bild: Universität Basel/Maurice Baker)

(sda)

Gemäss Schätzungen haben die insektenfressenden Vögel der Welt ein Gesamtgewicht von rund drei Millionen Tonnen. Sie verzehren jährlich bis zu 500 Millionen Tonnen Insekten und andere Gliederfüssler wie Tausendfüssler und Spinnen. Das haben Zoologen der Universität Basel, der University of Utah, der University of Illinois und der Koç University in Istanbul berechnet, wie sie im Fachjournal «The Science of Nature» berichten.

Damit ist die verspeiste Menge der insektenfressenden Vögel ähnlich hoch wie jene der menschlichen Weltbevölkerung, wie die Universität Basel in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Menschen essen pro Jahr etwa 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch.

Waldvögel verzehren mit rund 300 Millionen Tonnen rund drei Viertel der weltweit von insektenfressenden Vögeln gefangenen Beute. Dagegen werden in den übrigen Ökosystemen wie Grasland, Savannen, Äcker, Wüsten und arktischer Tundra wesentlich weniger Insekten gefressen.

Besonders zur Brutzeit, wenn die Vögel proteinreiche Beute an ihre Jungen verfüttern, kommen Billionen pflanzenfressender Insekten auf den Speiseplan, darunter auch potenziell schädliche Schmetterlingsraupen und Käfer.

«Dies bedeutet, dass die Vögel - ebenso wie andere natürliche Feinde wie Spinnen und Ameisen - weltweit wesentlich dazu beitragen, die Zahl jener Insekten niedrigzuhalten, die Schäden an Pflanzen anrichten», sagt Studienleiter Martin Nyffeler von der Universität Basel.

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