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Vier Tote wegen Schlechtwettereinbruch in den Bergen

14 Skitourenfahrer sind am Sonntag oberhalb von Arolla VS in einen Sturm geraten und mussten die Nacht im Freien verbringen. Einer starb nach einem Sturz, drei später im Spital. Fünf sind in kritischem Zustand.
Eine Skitourengruppe geriet ob Arolla in Schlechtwetter. Vier starben in der kalten Nacht. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

Eine Skitourengruppe geriet ob Arolla in Schlechtwetter. Vier starben in der kalten Nacht. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

(sda)

14 Skitourenfahrer sind am Sonntag oberhalb von Arolla VS in einen Sturm geraten und mussten die Nacht im Freien verbringen. Einer starb nach einem Sturz, drei später im Spital. Fünf sind in kritischem Zustand.

Der Hüttenwart der "Cabanne des Vignettes" meldete am Montagmorgen um 6.30 Uhr, dass im Gebiet Pignes d'Arolla mehrere Alpinisten draussen übernachteten, wie die Kantonspolizei mitteilte. Unverzüglich starteten die lokalen Rettungskräfte eine Hilfsaktion.

Sieben Helikopter der Air Glacier, der Air Zermatt und der Rega flogen in das Gebiet. Die Retter, mehrere Ärzte und Gebirgsspezialisten, fanden die 14 Personen. Mehrere von ihnen waren stark unterkühlt und eine Person bereits tot. Sie war nach einem Sturz gestorben.

Die Retter flogen die Skitourengänger bis 12.30 Uhr in verschiedene Spitäler im Wallis sowie nach Bern und Lausanne. Dort starben bis am Nachmittag drei weitere Personen. Fünf der Geretteten waren in einem kritischen Zustand. Die anderen erlitten leichtere Unterkühlungen und sind den Angaben zufolge nicht in Lebensgefahr.

Zwei Gruppen

Nach ersten Erkenntnissen verliessen eine Gruppe aus zehn Personen sowie eine Vierergruppe am Sonntag die "Cabanne des Dix" auf 2928 Metern über Meer. Sie wollten über die klassische Route "la Serpentine" zur Hütte "des Vignettes" auf 3157 Metern gelangen. Bei der Zehnergruppe war ein Bergführer dabei.

Dabei wurden sie im Gebiet Pigne d'Arolla von einem Sturm überrascht. Sie kamen nicht mehr weiter und mussten die Nacht in einer Höhe von 3270 Metern über Meer draussen verbringen. Bei den Skitourenfahrern handelt es sich um italienische, französische und deutsche Staatsangehörige.

Die Opfer waren am späteren Nachmittag noch nicht identifiziert. Für die Angehörigen richtete die Kantonspolizei ein Hilfstelefon ein. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

Der Sturm war am Sonntagnachmittag aufgekommen und erreichte in den Höhenlagen lokal hohe Geschwindigkeiten. Zudem fiel die Temperatur schlagartig ab, wie Robert Bolognesi, Direktor des Büros Meteorisk, erklärte. Die Nacht dürfte seinen Angaben zufolge zwischen minus fünf und minus zehn Grad kalt gewesen sein. Der Wind verschärfte die Kälte noch.

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