Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Vier Personen aus Umfeld des FC Schaffhausen aus Haft entlassen

Ein Banner, mit dem Fussballfans am Sonntag in Winterthur zur Gewalt gegen Frauen aufriefen, hat zu Verhaftungen geführt: Die Polizei nahm am Freitagmorgen drei mutmassliche Täter und den Sicherheitschef des FC Schaffhausen vorübergehend fest.
Verhaftungen nach einem Spiel im Stadion Schützenwiese in Winterthur: Fussballfans des FC Schaffhausen hatten am Sonntag zu Gewalt gegen Frauen aufgerufen. (Bild: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT)

Verhaftungen nach einem Spiel im Stadion Schützenwiese in Winterthur: Fussballfans des FC Schaffhausen hatten am Sonntag zu Gewalt gegen Frauen aufgerufen. (Bild: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT)

(sda)

Die drei Fans waren an ihren Wohnorten in den Kantonen Thurgau und Schaffhausen festgesetzt worden. Zudem führten Sicherheitskräfte diverse Hausdurchsuchungen durch, wie die Kantonspolizei Zürich am Freitag mitteilte. Die drei Männer im Alter zwischen 25 und 37 Jahren sind Schweizer Staatsbürger. Sie wurden noch am Freitag vernommen.

Ebenfalls in Gewahrsam genommen wurde der Sicherheitsverantwortliche des FC Schaffhausen. FC-Sprecher Christian Stamm bestätigte gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF eine entsprechende Meldung der «NZZ».

«Für uns ist völlig unklar, was er mit den Transparenten zu tun haben könnte», sagte Stamm. Der Sicherheitsverantwortliche habe sich gar nicht in der Nähe befunden, als die Transparente hochgehalten worden waren. Er habe zudem viel zur Aufdeckung der Vorkommnisse beigetragen. «Wir sind überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss», erklärte der Mediensprecher weiter.

Wieder auf freiem Fuss

Die vier Personen seien am frühen Abend wieder aus der Haft entlassen worden, wie Rebecca Tilen, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich, gegenüber «Radio Top» bestätigte. Das Verfahren rund um den Gewaltaufruf beim Fussballspiel zwischen dem FC Schaffhausen und dem FC Winterthur am Sonntag werde aber weitergeführt.

In diesem Rahmen werde auch gegen weitere Personen ermittelt, sagte Tilen. Zuständig seien die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland.

Während des Fussballspiels war es am Sonntag im Stadion in Winterthru zu verschiedenen Provokationen zwischen den Fussballfans beider Lager gekommen. Dabei zeigten Fans des FC Schaffhausen ein hetzerisches Transparent. Darauf war zu lesen «Winti Fraue figgä und verhaue». Die Polizei leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. In den sozialen Medien sorgte das zweiteilige Plakat für entsetzte Reaktionen.

Stadionverbot ausgesprochen

Der FC Schaffhausen verurteile die Aktion seiner Anhänger in einer Mitteilung aufs Schärfste. Der Verein distanziere sich in aller Form von Diskriminierung, Gewalt und Sexismus. Über weitere Schritte wolle die Organisation informieren.

Bereits reagiert hat die Swiss Football League (SFL). Sie belegte am Mittwoch drei «Urheber der zu verurteilenden Aktion» mit einem zweijährigen schweizweiten Stadionverbot. Ob es sich dabei um die Verhafteten handelt, ist allerdings unklar.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.