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Verfahren zum Bergdrama von Arolla soll eingestellt werden

Für das Bergdrama am Pigne d'Arolla vom 30. April 2018, bei dem sieben Menschen starben, trägt keine der überlebenden Personen eine strafrechtliche Verantwortung. Die Walliser Staatsanwaltschaft will das Verfahren deshalb einstellen.
Sieben von insgesamt 14 Skitourengänger starben im April 2018 beim Bergdrama von Arolla VS. Weil sich das Wetter plötzlich verschlechterte, irrten sie stundenlang im Sturm umher und fanden ihr Nachtquartier nicht. (Bild: police cantonale valaisanne)

Sieben von insgesamt 14 Skitourengänger starben im April 2018 beim Bergdrama von Arolla VS. Weil sich das Wetter plötzlich verschlechterte, irrten sie stundenlang im Sturm umher und fanden ihr Nachtquartier nicht. (Bild: police cantonale valaisanne)

(sda)

Die Untersuchungen der Walliser Staatsanwaltschaft erlaubten es, die Tragödie zu rekonstruieren. Bei dem Bergunglück waren insgesamt 14 Skitourengänger in zwei Gruppen auf der Haute Route von Chamonix (F) in Richtung Zermatt von einem Wetterumsturz überrascht worden.

Eine Vierer-Gruppe war vorausgegangen, 20 Minuten später folgte die von einem italienischen Bergführer geführte zehnköpfige Gruppe. Nach Überwindung der Mur de la Serpentine kamen die beiden Gruppen aufgrund der Witterungsbedingungen, die sich plötzlich erheblich verschlechterten, von ihrer Route ab.

Sie irrten in der Folge auf ihrer Suche nach dem Weg zur Cabane des Vignettes mehrere Stunden im Sturm umher. Nachdem die beiden Gruppen zufällig wieder aufeinandergetroffen waren, setzten sie die Tour gemeinsam fort.

Weil sie den Weg zur Hütte nicht fanden, entschied der Bergführer kurz vor dem Einnachten, mit seiner Gruppe bei einer bestimmten Stelle zu biwakieren. Tatsächlich waren die Skitourengänger nur 550 Meter von der Hütte entfernt, wo sie eigentlich übernachten wollten.

Die Vierer-Gruppe begab sich derweil zu einer durch Felsen geschützten Stelle, 15 bis 20 Meter oberhalb der Gruppe des Bergführers. Nachdem sie eine Grube in den Schnee gegraben hatten, errichteten sie eine Schutzmauer aus Schnee und Steinen und hielten sich die ganze Nacht hindurch wach. Sie überlebten alle.

Bergführer zu Tode gestürzt

Die zehn Angehörigen der zweiten Gruppe blieben indessen auf der Höhe des Überganges und versuchten, sich durch die Felsen und ihre Rucksäcke zu schützen. Da der Wind extrem stark blies, wurden Ausrüstungsgegenstände und mehrere verwendete Überlebensdecken fortgeweht.

Während der Nacht verliess ein Mitglied die Gruppe und grub eine Mulde in den Schnee. Es verweilte alleine in diesem Loch. während die übrigen Gruppenmitglieder zusammenblieben.

Sechs Menschen, fünf Italiener und eine Bulgarin, starben an Unterkühlung. Der italienische Bergführer stürzte zu Tode, als er gegen Morgen aufbrach, um Hilfe zu suchen. Dritteinwirkungen können laut Staatsanwaltschaft ausgeschlossen werden.

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