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Venen-Scanner für St. Galler Polizei - die Hand ist der Schlüssel

Die Stadtpolizei von St. Gallen will die Sicherheit verbessern und führt Handvenen-Scanner ein. Das biometrische System funktioniert ähnlich wie der Fingerabdruck beim Smartphone und soll Zutrittskontrollen sicherer machen.
Ein Polizist demonstriert einen zu Testzwecken montierten Handvenen-Scanner. Die Stadtpolizei St. Gallen führt das biometrische Identifikationssystem ein, um die Sicherheit zu verbessern. (Bild: Keystone/GIAN EHRENZELLER)

Ein Polizist demonstriert einen zu Testzwecken montierten Handvenen-Scanner. Die Stadtpolizei St. Gallen führt das biometrische Identifikationssystem ein, um die Sicherheit zu verbessern. (Bild: Keystone/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Biometrische Identifikationssysteme werden nicht nur in James-Bond-Filmen eingesetzt, sie haben schon vor Jahren in unserem Alltag Einzug gehalten. Vor allem mit der Verbreitung der Smartphones und Tablets hat sich die Technik etabliert.

Am häufigsten sind Fingerprints. Aber auch andere biometrische Systeme wie Gesichtserkennung oder Iris-Scanner sind weit verbreitet. Doch ihr grosser Nachteil: Sie sind vor Hackern nicht sicher.

Fälschungssicher

Das Venenbild ist bei jedem Menschen einzigartig. Der Fingerabdruck ist ebenfalls einzigartig, aber dennoch verwechselbar. Der Venen-Scanner soll zehn Mal sicherer sein als ein Iris-Scanner, 100 Mal sicherer als ein Fingerprint-Sensor und 1000 Mal sicherer als eine Gesichtserkennung.

Dieses biometrische Sicherheitssystem möchte sich auch die St. Galler Stadtpolizei zu Nutze machen. «Wir führen für alle 260 Mitarbeitenden der Stadtpolizei Venen-Scanner ein», sagt Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen, auf Anfrage von Keystone-SDA. Zu diesem Zweck seien die Handvenen aller Betroffenen eingescannt worden.

Für Türen und Schliessfächer

Die Polizistinnen und Polizisten seien zuerst intern informiert worden. «Es gab keine negativen Rückmeldungen oder Bedenken», so Kohler. Ab Dezember sollen die Venen-Scanner bei den Hauptzugängen der Stadtpolizei eingesetzt werden. Die technischen Anpassungen sind im Gange. Das System sei nicht viel teurer als das herkömmliche Öffnungssystem, welches sowieso bald hätte ersetzt werden müssen.

«In Zukunft sollen die Handvenen-Scanner die Badges ersetzen», sagt Kohler. Sie sollen auch bei Schliessfächern oder beim Kaffeeautomaten zum Einsatz kommen.

Badges könnten verloren gehen oder vergessen werden. «Bei den Handvenen kann das nicht passieren», erklärt Kohler. Im Gegensatz zu den biometrischen Systemen, die sich auf äussere Merkmale abstützen, werden beim Handvenen-Scanner die im Körperinneren verborgenen Venen zur Identifikation und Authentifizierung verwendet.

Einheitlicher Ausweis

Die Einzigartigkeit der Venenmuster biete ein hohes Mass an Sicherheit. Dieses kann nicht kopiert oder gefälscht werden. Eine Identität zu fälschen sei damit nahezu unmöglich und sei bisher nie geschafft worden, erklärten die Hersteller der Handvenen-Scanner.

Grundsätzlich könne das System alle Vorgänge übernehmen, welche üblicherweise einen Schlüssel, Badge, Code, Ausweis, eine Karte oder Unterschrift benötigen.

Auf den Ausweis wird bei der Stadtpolizei St. Galler aber nicht verzichtet. Laut Kohler sollen alle Schweizer Polizistinnen und Polizisten einen einheitlichen Dienstausweis erhalten. «Und die Uniform ist bei den Polizisten auch eine Art Ausweis.»

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