Unternehmer warnen vor negativen Folgen eines Vaterschaftsurlaubs

Einen Vaterschaftsurlaub könne sich die Schweiz nicht leisten: Vertreter von SVP, FDP und CVP sowie Gastrosuisse und der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) warnen vor Arbeitsplatzverlust, Überforderung der Sozialwerke und Verlust der elterlichen Verantwortung.

Drucken
Teilen
Das Referendumskomitee gegen einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub kritisiert die Vorlage als zu teuer und verheerend für KMU.

Das Referendumskomitee gegen einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub kritisiert die Vorlage als zu teuer und verheerend für KMU.

KEYSTONE/Marcel Bieri
(sda)

Das überparteiliche Komitee, das gegen die vom Parlament verabschiedete Vorlage das Referendum ergriffen hatte, präsentierte am Dienstag vor den Medien seine Argumente. Die Gegner eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub bezeichnen die Befürworter als «Lohndiebe».

Alle Arbeitnehmende müssten mehr von ihrem Lohn abgeben «für zusätzliche Ferientage für einige wenige», heisst es in der Mitteilung. Ein von der Allgemeinheit bezahlter staatlicher Vaterschaftsurlaub sei teuer und in Anbetracht der Corona-Wirtschaftskrise unverantwortlich und riskant.

«Verheerend für Kleinbetriebe»

Neben den direkten Kosten von 230 Millionen Franken verursacht der Vaterschaftsurlaub laut den Gegnern in den Betrieben indirekte Mehrkosten zwischen 500 bis 900 Millionen Franken. Das belege eine vom Bund in Auftrag gegebene Studie.

KMU-Betriebe können den Vaterschaftsurlaub weder organisatorisch noch finanziell stemmen, warnt das Gewerbe. Gerade für Kleinbetriebe sei der staatliche Vaterschaftsurlaub verheerend.

Das Volk stimmt am 27. September über die Änderung des Erwerbsersatzgesetzes ab, mit welcher der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub geregelt würde.