UBS ist gemäss VR-Präsident Weber «nicht auf Brautschau»

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber hat Spekulationen in den Medien widersprochen, wonach die grösste Schweizer Bank eine Fusion mit der Credit Suisse oder einer anderen Grossbank anstrebt.

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Laut UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber will die Grossbank erst einmal interne Hausaufgaben erledigen, bevor sie eine Fusion in Angriff nehmen würde.

Laut UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber will die Grossbank erst einmal interne Hausaufgaben erledigen, bevor sie eine Fusion in Angriff nehmen würde.

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
(sda/awp)

«Wir sind nicht auf Brautschau», erklärte er in der TV-Sendung «Bilanz Business Talk». Die UBS sei derzeit dabei, den CEO zu wechseln und habe interne Hausaufgaben zu erledigen, sagte Weber in den am Freitag vorab veröffentlichten Auszügen aus der TV-Sendung. «Solche Übernahmen und inorganischen Aktivitäten binden Management-Kapazitäten auf Jahre hin.»

Eine Übernahme würde man auch nicht in einem so unsicheren Umfeld lostreten, in denen auch die genannten Übernahmekandidaten mit eigenen Problemen zu kämpfen hätten, so der UBS-Präsident. Neben der Credit Suisse (CS) waren auch die Deutsche Bank sowie die britische Barclays als mögliche Übernahmeziele der grössten Schweizer Bank gehandelt worden.

Keine Aussage machte Weber allerdings auf die Frage, ob er direkt mit der CS verhandelt habe: «Zu dem Thema mache ich keine Kommentare.» Dass sich die Industrie konsolidiere, sei aber eine «mittel- bis langfristige Notwendigkeit», erklärte Weber. Die Gerüchte um mögliche Übernahmen der UBS seien wohl ein «verspätetes Sommerloch in der Schweizer Presse» gewesen.