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Überraschungssiegerin bei den Eringerkuh-Kämpfen in Aproz VS

Veielett heisst die Überraschungssiegerin bei den Eringerkuh-Kämpfen in Aproz VS. Die jüngste Finalistin setzte sich am Sonntag gegen ältere und erfahrenere Konkurentinnen durch.
Veielett (links) setzte sich in einem aufreibenden Kampf gegen die ältere Ruska durch. (Bild: Keystone/EPA KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Veielett (links) setzte sich in einem aufreibenden Kampf gegen die ältere Ruska durch. (Bild: Keystone/EPA KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Veielett heisst die Überraschungssiegerin bei den Eringerkuh-Kämpfen in Aproz VS. Die jüngste Finalistin setzte sich am Sonntag gegen ältere und erfahrenere Konkurentinnen durch.

Die Experten hatten am nationalen Finale der Eringerrasse eher auf die amtierende "Reine des Reines" (Königin der Königinnen), Tzigane, aus der höchsten Altersklasse, gesetzt. Doch am Schluss setzte sich mit Veielett eine Kuh der Familie Williner aus Visp VS aus der 4. Kategorie durch.

Über 100 Kühe nahmen an den Kämpfen in der Arena von Aproz teil. Veielett entschied bereits den Halbfinal gegen Pigalle für sich, eine Kuh der ersten Kategorie. Im Finale traf die spätere Königin dann auf Ruska aus der 3. Kategorie, die zwar 50 Kilogramm weniger auf die Wage brachte, dafür über mehr Erfahrung verfügte.

Der Ausgang des Kampfes war von Anfang an schwer vorhersehbar, auch weil die beiden Kämpferinnen eher auf ihre Hörner als auf ihr Gewicht setzten. Die rund 10'000 Schaulustigen zeigten sich begeistert und begleiteten die Kampfszenen mit Applaus und Buhrufen. Nach einer intensiven Begegnung musste sich Ruska schliesslich nach zehn Minuten geschlagen geben.

Seit 2010 hat nie mehr eine so junge Kuh aus der 4. Kategorie die Kämpfe für sich entschieden. Die Experten sehen für Veielett denn auch eine erfolgversprechende Zukunft voraus. Denn sie stammt aus einer Familie, die bereits Königinnen hervorbrachte.

Die Ehringerkühe sind von Natur aus kampfeslustig. Sie messen sich innerhalb der Herde, um eine Hierarchie festzulegen. Die Kämpfe wurden live im Westschweizer Fernsehen übertragen. Das Budget des Anlasses beläuft sich auf 1,2 Millionen Franken.

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