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Swisscom spürt Gegenwind im Schweizer Kerngeschäft

Bei der Swisscom harzt es weiter im Schweizer Kerngeschäft. Mit einem bereits aufgegleisten Sparprogramm soll die Umsatzerosion in der Schweiz aufgefangen werden. Wie viele Stellen dieses Jahr eingespart werden, gibt die Telekomriesin jedoch nicht bekannt.
Im Lauf des Jahres 2018 verschwanden bei der Swisscom rund 541 Vollzeitstellen. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Die Swisscom hat im letzten Jahr den Umsatz stabil gehalten, unter dem Strich aber etwas weniger verdient. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)
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Swisscom spürt Gegenwind im Schweizer Kerngeschäft

(sda/awp)

Die Umsätze im Schweizer Geschäft bildeten sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 um 2,7 Prozent zurück. Die Swisscom begründete den Umsatzschwund in ihrer Mitteilung vom Donnerstag mit dem Preisdruck und dem Krebsgang der Festnetztelefonie.

Im Gesamtjahr verlor die Swisscom fast 200'000 Festnetzkunden. Immer mehr Leute verzichten wegen der Flatrate-Mobilfunkangebote auf einen solchen Anschluss. Zufrieden ist das Unternehmen hingegen mit der Entwicklung bei den Kombiangeboten, wo die Nachfrage hoch blieb. Weiter verschärft hat sich der Preisdruck auch im Firmenkundengeschäft.

Mehr Umsatz in Italien

Besser als in der Schweiz lief es in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro um 8,2 Prozent stieg, der Betriebsgewinn kletterte um 5,6 Prozent.

Insgesamt konnte die Swisscom damit den Gruppenumsatz stabil bei 11,71 Milliarden Franken halten. Der operative Gewinn (EBITDA) nahm hingegen um 1,9 Prozent auf 4,21 Milliarden ab. Unter dem Strich steht ein 3,0 Prozent tieferer Reingewinn von 1,52 Milliarden.

Gewinnrückgang wegen Sondereffekten

Den Gewinnrückgang in der Gruppe erklärt Swisscom hauptsächlich mit verschiedenen Sondereffekten und der Währungssituation. Insbesondere ein Rechtsverfahren hatte im Vorjahr der Swisscom noch einen ausserordentlichen Ertrag beschert.

Auf vergleichbarer Basis habe der Betriebsgewinn nur um 0,8 Prozent abgenommen, schrieb Swisscom. Allerdings zeigte sich auch hier eine Schere: In der Schweiz nehmen die Margen ab, in Italien dagegen zu.

Gleichwohl habe der Rückgang im Schweizer Kerngeschäft mit dem laufenden Sparprogramm grösstenteils aufgefangen werden können, betonte das Unternehmen. Dessen Ziele seien sogar übertroffen worden. 2018 fielen in der Schweiz laut den Angaben 541 Vollzeitstellen weg. Rund 200 Personen erhielten eine Kündigung.

Das Sparprogramm, mit dem bis 2020 jährlich 100 Millionen eingespart werden sollen, wird wie geplant fortgesetzt. Das Unternehmen rechnet daher für 2019 mit einem leicht rückläufigen Stellenangebot in der Schweiz. Ein konkreter Abbauplan wird jedoch im Unterschied zu früher nicht mehr genannt.

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