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SVP-Bundesrat Maurer kritisiert passive Haltung der eigenen Partei

Nach verschiedenen Niederlagen an der Urne geht SVP-Bundesrat Ueli Maurer mit der eigenen Partei hart ins Gericht. «Wir sind bequem geworden, unsere Leute strengen sich zu wenig an», sagt er eine Woche nach der Wahlschlappe in Zürich.
Gibt auch als Bundespräsident die Richtung in seiner Partei vor: Ueli Maurer an der gestrigen SVP-Delegiertenversammlung in Amriswil TG. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Gibt auch als Bundespräsident die Richtung in seiner Partei vor: Ueli Maurer an der gestrigen SVP-Delegiertenversammlung in Amriswil TG. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

«Ich stelle eine gewisse Oberflächlichkeit fest», kritisierte der frühere Parteichef und aktuelle Bundespräsident in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Es liege nun an der Partei, Gegensteuer zu geben.

Wahlen gewinne die SVP nur mit bewährten Themen wie EU, Ausländern oder Steuern, zeigt sich der Finanzminister überzeugt. Nur Nein zu sagen, sei zu wenig. Entscheidend sei, dass die Partei ihre Ablehnung auch genau begründen könne und Alternativen aufzeige. «Das ist im Moment zu wenig der Fall.»

Keine Schnellschüsse

Die Gewinne der grünen Parteien bei den Zürcher Wahlen soll laut Maurer nicht dazu führen, dass sich seine Partei verbiegt. «Die SVP darf nicht auf den Klima-Hype aufspringen. Das wäre völlig unglaubwürdig.» Ein Schnellschuss sei zu verhindern.

Der Bundespräsident will nichts davon wissen, das Aushängeschild für seine Partei für die Wahlen zu sein. «Ich habe eine andere Funktion, eine andere Verantwortung in meinem Amt», sagte er weiter. Natürlich werde er einzelne Anlässe besuchen, Wahlkampf für die SVP könne er aber nicht betreiben.

Maurer untermauerte im Interview schliesslich seine Absicht, im Dezember bei den Gesamterneuerungswahlen erneut als Bundesrat anzutreten: «Ja, ich will nochmals kandidieren.» Die Arbeit mache ihm Spass. Er wisse nicht, was er im Moment lieber machen würde.

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