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Schwägalp: Lawine war «nicht voraussehbar»

Nach dem heftigen Schneefall ist am Donnerstag im Bereich der Schwägalp eine Lawine niedergegangen. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. Gemäss Polizei wird niemand vermisst, dennoch läuft eine Suchaktion.
(Bild: Urs Bucher)(Bild: Urs Bucher)
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(Bild: Linda Müntener)(Bild: Linda Müntener)
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(Bild: Keystone)(Bild: Keystone)
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(Bild: Werner Näf)(Bild: Werner Näf)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
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45 Bilder

Tonnenweise Schnee im Hotel, zerstörte Autos und Räumungsequipen im Einsatz: Die Bilder zur Schwägalp-Lawine

Lawine auf der Schwägalp - Was wir wissen:

  • Am Donnerstag kurz nach 16.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden die Meldung über einen Lawinenniedergang auf der Schwägalp ein.
  • Durch die Lawine wurden drei Personen leicht verletzt.
  • Der Lawinenkegel war 300 Meter breit und bis zu 5 Meter hoch.
  • Getroffen wurde unter anderem das Hotel Säntis auf der Schwägalp. 15 Autos wurden verschüttet.
  • 76 Bergretter und zwei Suchhunde standen im Einsatz.
  • Kurz nach 20 Uhr ging eine kleine Folgelawine runter.
(sda/pd/tn)

Es gebe keine Vermissten, erklärte der Chef der Säntisbahn am Freitag an einer Medienkonferenz im Restaurant «Rossfall» unterhalb der Schwägalp. Die Aufräumarbeiten sind im Gang, der Schnee wird nach den Sondierungen durch Fachleute der Alpinen Rettung Schweiz mit schwerem Gerät abgetragen. Die Bemühungen sollen bald Gewissheit bringen, dass keine weiteren Personen zu Schaden gekommen sind, hofft Vattioni.

«Es waren wohl die emotional intensivsten 24 Stunden, die ich je erlebt habe», sagt Vattioni im Videointerview.

Die Suche im Lawinenkegel erfolge mit zwei Lawinensuchhunden, sagte Hanspeter Schoop von der Alpinen Rettung Schweiz auf Anfrage von Keystone- SDA. Wie lange die Suche nach möglichen Vermissten dauere, sei noch unklar. «Die Gewissheit, wonach niemand verschüttet ist, besteht erst, wenn die Schneemassen vollständig weggeräumt sind», schreibt die Kantonspolizei Appenzell-Ausserrhoden.

Insgesamt stehen über 180 Einsatzkräfte (Rettungsdienst, Rega, Alpinen Rettung Schweiz, Feuerwehren Hundwil und Urnäsch, Care-Team, Säntis-Schwebebahn AG, Lawinenfachleute, Zivilschutz, Assekuranz, Tiefbauamt und Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden) im Einsatz.

Drei Personen wurden durch die riesigen Schneemassen, die am Donnerstag gegen 16.30 Uhr niedergingen, leicht verletzt. Sie konnten das Spital bereits wieder verlassen. Von den 120 Gästen und Angestellten, die sich am Donnerstag im Hotel befanden, wurden 80 bereits am Donnerstag ins Tal gebracht.

40 Personen verbrachten die Nacht freiwillig an einem sicheren Ort auf der Schwägalp. Sie wurden am Freitagmorgen ebenfalls ins Tal gebracht, wie der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn ausführte. Derzeit befinden sich noch ein Anzahl Mitarbeitende auf der Schwägalp. Das Gebiet ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Die Zufahrt zur Säntisbahn und zum Hotel auf der Schwägalp, wo die Lawine am Donnerstag niederging, ist weiterhin gesperrt. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Hundwil, 11. Januar 2019))

Die Zufahrt zur Säntisbahn und zum Hotel auf der Schwägalp, wo die Lawine am Donnerstag niederging, ist weiterhin gesperrt. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Hundwil, 11. Januar 2019))

«Lawine war nicht voraussehbar»

«Eine Lawine in diesem Ausmass war nicht voraussehbar», betonte Vattioni. Noch nie in der 84-jährigen Geschichte der Säntisbahn habe es so etwas gegeben. Selbst Fachleute seien überrascht «Wir haben mit Lawinen viel Erfahrung», sagte Vattioni. Lawinengefährlich sei eigentlich die Südflanke des Säntis auf der anderen Seite.

Auf dem Säntis befindet sich eine Messstelle des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Die Situation werde täglich beurteilt, sagte Vattioni. Zum Lawinenabgang werde es eine Untersuchung geben.

Am Donnerstag fielen auf der Schwägalp rund 30 Zentimeter Neuschnee. Weil ab Sonntag neue Schneefälle angekündigt sind, arbeiten die Räumungsequipen fieberhaft, um am Freitag und Samstag möglichst weit zu kommen.

Die durch die Lawine entstandenen Schäden lassen sich laut Vattioni noch nicht beziffern. Die verschütteten Gebäudeteile werden geräumt und danach provisorisch repariert. Das Hotel und die Säntis-Schwebebahn bleiben vorläufig geschlossen.

Lawinengefahr auf Stufe 4

Die Lawinengefahr oberhalb der Schwägalp lag zum Zeitpunkt des Unfalls am Donnerstagnachmittag bei Stufe 4, wie Benjamin Zweifel, Lawinenprognostiker des Lawinenforschungsinstituts SLF gegenüber Keystone-sda sagte. Bei Stufe 4 seien grosse Spontanlawinen möglich, welche bis ins flache Gebiet vorstossen.

Inzwischen wurde die Warnung auf die Stufe 3 «erheblich» gesenkt. Das ist die mittlere der fünf Gefahrenstufen.

Wie ein Helikopterflug der Einsatzkräfte über das Gebiet vom Freitagmorgen zeigte, brach die Lawine an der nördlichen Steilwand des Säntis oberhalb der Schwägalp auf einer Höhe von rund 1900 Metern los. Die Schwägalp liegt auf 1350 Metern Höhe.

Die Abrissstelle sei rund 300 Meter breit und 1,5 Meter hoch, schilderte Schoop von der Alpinen Rettung. Deshalb habe die Lawine sehr viel Kraft entwickelt und sei bis zum Hotel vorgedrungen.

Die Rettungskräfte suchen weiter nach möglichen Opfern. (Bild: TVO/Tobias Lenherr)

Die Rettungskräfte suchen weiter nach möglichen Opfern. (Bild: TVO/Tobias Lenherr)

Lawinen sehr selten

Die Schwägalp in der Ostschweiz befindet sich bei Urnäsch AI auf knapp 1300 Metern über Meer am Nordwesthang des Säntis.

Lawinen seien im Alpstein sehr selten, sagte Schoop. Gemäss der Schadenlawinen-Datenbank des SLF beschädigte eine Lawine im Jahr 1942 Teile der damaligen Talstation der Säntisbahn. Diese lag etwas entfernt vom Standort des neuen Hotels. Vor dem Bau des neuen Hotels, das der Säntisbahn gehört, sei eine Risiko-Analyse gemacht worden.

Schaukäserei Schwägalp im Glück

Werner Näf, Geschäftsführer der Alpschaukäserei Schwägalp, durfte heute morgen mit einer Sonderbewilligung und einem Lawinensuchgerät ausgerüstet zu seiner Käserei, die mitten im Lawinenhang gelegen ist. «Ich habe mir gerade ein Bild vor Ort gemacht und es sieht soweit alles ganz aus», erzählt Näf. Der Schnee habe zwar das ganze Gebäude umgeben, aber keinen Schaden hinterlassen.

Im Keller würden grosse Mengen Käse lagern, welche gekühlt werden müssen. Er sei darum erleichtert festzustellen, dass alle Geräte in Betrieb seien. Sein Team habe gestern Nachmittag rechtzeitig Feierabend gemacht und die Schwägalp vor dem Lawinenniedergang verlassen.

«Wenn ich das Ausmass sehe und von drei Verletzten höre, dann sind wir wohl mit einem blauen Auge davongekommen.»

Schaukäserei Schwägalp. (Bild: Werner Näf)

Schaukäserei Schwägalp. (Bild: Werner Näf)

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