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Stoffel wird Staatssekretärin für internationale Finanzfragen

Der Bundesrat hat die Diplomatin Daniela Stoffel zur Staatssekretärin für internationale Finanzfragen (SIF) ernannt. Sie folgt auf Jörg Gasser, der per Ende Februar aus der Bundesverwaltung ausscheidet.
Mit Daniela Stoffel hat Finanzminister Ueli Maurer eine neue Staatssekretärin für internationale Finanzfragen im Boot. Maurer stellt die neue Kadermitarbeiterin am Mittwoch den Bundeshausmedien vor. (Bild: Keystone/PETER KLAUNZER)

Mit Daniela Stoffel hat Finanzminister Ueli Maurer eine neue Staatssekretärin für internationale Finanzfragen im Boot. Maurer stellt die neue Kadermitarbeiterin am Mittwoch den Bundeshausmedien vor. (Bild: Keystone/PETER KLAUNZER)

(sda)

Stoffel wird ihr neues Amt am 1. März antreten. Die Botschafterin ist heute Leiterin des politischen Stabs im SIF sowie Diplomatische Beraterin des Departementschefs.

Finanzminister Ueli Maurer sprach am Mittwoch vor den Medien von einer «ausgezeichneten Besetzung». Stoffel kenne das SIF in- uns auswendig. Unter vielen guten Bewerberinnen und Bewerbern habe sie eindeutig oben ausgeschwungen. «Ich freue mich auch, dass ich in diesem wichtigen Bereich mit einer Frau zusammenarbeiten darf», sagte Maurer.

Erst im Dezember hatte der Bundesrat Stoffel zur Botschafterin für die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain ernannt. Sie hatte sich im vergangenen Sommer auf diesen Posten beworben - und wird ihn nun nicht antreten. Maurer sagte dazu, er habe Stoffel aufgefordert, sich um die Nachfolge Gassers zu bewerben.

Nicht mehr in der Defensive

Stoffel bedankte sich für das Vertrauen und die Chance. «Ich fühle mich sehr am richtigen Ort», sagte sie. Als sie das erste Mal mit den Themen und Personen des SIF zu tun gehabt habe, habe dieses noch gar nicht existiert. Heute sei es an einem ganz anderen Ort als noch vor einigen Jahren. Die Schweiz sei aus der Rückenlage herausgekommen.

Priorität hat für Stoffel, den Finanzplatz zu stärken und die Interessen der Schweiz im Ausland zu vertreten. Die Schweiz könne indes nicht Marktzugang verlangen, wenn sie nicht über eine exzellente Regulierung verfüge, stellte sie fest. «Wir müssen das Ohr am Boden haben um zu sehen, was kommt.»

Marktzugang und «green finance»

Nach den Konzessionen der Schweiz bei der Steueramtshilfe und der Einführung des automatischen Informationsaustauschs steht das SIF weniger im Fokus als zu Zeiten des Steuerstreits. Weiterhin stünden aber viele wichtige Aufgaben an, sagte Maurer. Als Beispiele nannte er die Steuervorlage STAF, Fragen des Marktzugangs und der Börsenäquivalenz, die Teilnahme der Schweiz am G20-Gipfel und das Thema «green finance». Stoffel bringe für diese Themen alle Voraussetzungen mit.

Daniela Stoffel ist 1968 geboren worden. 1992 schloss sie ihr Studium der Philosophie, Volkswirtschaft und deutschen Sprachwissenschaft an der Universität Zürich ab. 1996 dissertierte sie. Danach folgten Forschungsaufenthalte in den USA und in England.

Diplomatenlaufbahn eingeschlagen

1998 trat Stoffel in den Diplomatischen Dienst des Aussendepartements (EDA) ein. Nach dem zweijährigen Stage wurde sie ab dem Jahr 2000 als EDA-Pressesprecherin eingesetzt. Im September 2005 übernahm sie die Leitung des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit und Kultur auf der Schweizerischen Botschaft in Washington.

2009 wechselte Stoffel als Leiterin des Bereichs Wirtschaft und Finanzen auf die Schweizerische Botschaft in Berlin. Dort wurde sie per 1. August 2012 zur stellvertretenden Missionschefin ernannt. 2015 übernahm Daniela Stoffel eine Stabsfunktion im Generalsekretariat der OECD in Paris. Seit 2015 ist sie mit dem Titel einer Botschafterin im SIF tätig.

Jörg Gasser gab Ende Oktober bekannt, dass er das SIF nach knapp drei Jahren in der Funktion als Staatssekretär verlässt. Nach insgesamt mehr als zehn Jahren im Dienst des Bundes wolle er sich beruflich neu orientieren.

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