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Schmähpreis an SBB – Lob für Luzerner Organisation «Wasser für Wasser»

Die SBB haben beim Bau der Zürcher Europaallee in den Augen der Alpen-Initiative Transportunsinn verübt. Weil die Steine für die Fassade mehr als ein Mal um die Erde transportiert wurden, verlieh die Umweltorganisation dem Bahnunternehmen den Schmähpreis «Teufelsstein». Der «Bergkristall» geht nach Luzern.
Initianten der Alpen-Initiative übergeben den Schmähpreis symbolisch an die SBB (Bild: PD)

Initianten der Alpen-Initiative übergeben den Schmähpreis symbolisch an die SBB (Bild: PD)

Wie die Alpen-Initiative am Dienstag mitteilte, wurden für die Fassade Steine aus Deutschland verwendet. Diese wurden nach China transportiert, dort verarbeitet und zu Fassadenelementen verbaut. Danach wurden sie per Schiff in die Schweiz befördert.

Die Steine legten nach Angaben der Alpen-Initiative einen Weg von über 43'000 Kilometer zurück. Der Erdumfang beträgt rund 40'000 Kilometer. Durch diesen Transport sei 20 Mal mehr CO2 produziert worden als bei einer Produktion der Fassade in der Schweiz, schreibt die Alpen-Initiative.

«Bergkristall» für «Wasser für Wasser»

Die Alpen-Initiative fand in Sachen Gütertransport aber auch positive Beispiele: Sie zeichnete mit dem Preis «Bergkristall» das Luzerner Projekt «Wasser für Wasser» aus. Dieses setzt sich für die Förderung von Leitungswasser in Restaurants und Firmen ein.

Michael Töngi, Mitglied des Alpenrats der Alpeninitiative, übergibt den Preis an die Mitglieder des Vereins Wasser für Wasser. (Bild: PD)

Michael Töngi, Mitglied des Alpenrats der Alpeninitiative, übergibt den Preis an die Mitglieder des Vereins Wasser für Wasser. (Bild: PD)

Dieses Projekt helfe nicht nur, Transporte zu vermeiden, sondern unterstütze auch Wasserprojekte in Sambia, teilte die Alpen-Initiative mit. Die Gäste bezahlten in den Restaurants für das Leitungswasser und spendeten damit auch Geld. «Mit der Wahl von Karaffen können sich Restaurants und Unternehmen für das Klima einsetzen, indem sie auf weite Transportwege verzichten und weniger Abfälle produzieren», sagt Michael Töngi, Nationalrat und Mitglied des Alpenrats der Alpen-Initiative.

Die Alpen-Initiative kürte die Gewinner für den «Teufelsstein» und den «Bergkristall» in einer Online-Abstimmung. An dieser beteiligten sich über 8500 Personen. (sda/rem)

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