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Sperren für ausländische Online-Geldspiele greifen teilweise nicht

Personen mit einem problematischen Spielverhalten tätigen rund die Hälfte ihrer Einsätze beim Online-Glücksspiel. Noch immer sind in der Schweiz nicht alle ausländischen Geldspiel-Seiten gesperrt. 16 Kantone lancieren nun eine Kampagne.
Glücksspiele können Glück auslösen, aber auch süchtig machen - insbesondere auch bei Online-Geldspielen. 16 Deutschschweizer Kantone lancieren nun eine digitale Sensibilisierungskampagne. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Glücksspiele können Glück auslösen, aber auch süchtig machen - insbesondere auch bei Online-Geldspielen. 16 Deutschschweizer Kantone lancieren nun eine digitale Sensibilisierungskampagne. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Viele Spielende gehen bei Geldspielen im Internet ein überdurchschnittlich hohes Risiko ein, wie Sucht Schweiz am Montag in einer Mitteilung schreibt. Dies vor allem, weil das Angebot permanent verfügbar sei, man den Bezug zum realen Geld schnell verliere und die soziale Kontrolle fehle.

Das internationale Programm «Spielen ohne Sucht» lanciert nun im Auftrag von 16 Deutschschweizer Kantonen eine digitale Sensibilisierungskampagne. Diese soll etwa vermitteln, wie Spielende ihr Spielverhalten kritisch unter die Lupe nehmen können. Wenn man sich beispielsweise beim Spielen nicht mehr amüsiere, sei dies ein Anzeichen dafür, dass man die Kontrolle darüber verloren habe.

Ein Tipp, um sich vor einer Spielsucht zu schützen, sind etwa Zeit- oder Geldlimiten, die bei den Schweizer Onlinecasinos im Spielerschutz-Bereich hinterlegt werden können. Auch Auszeiten solle man sich nehmen.

Viele Seiten noch zugänglich

Eine Anfang Oktober publizierte Studie zeigt, dass der Anteil der Spielsüchtigen bei internationalen Online-Spielen besonders hoch ist. Die Untersuchung bezog sich auf das Jahr 2017 - also auf Daten, die noch vor dem Inkrafttreten des neuen Geldspielgesetzes Anfang 2019 erfasst wurden. Dieses neue Gesetz ermöglicht Netzsperren für nicht zugelassene ausländische Online-Spiele.

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) führt eine Liste mit den Internetadressen, welche gesperrt werden müssen. Von den fast sechzig Adressen sind aber fast ein Drittel noch zugänglich. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESKB) klärt mit den Telekomanbietern ab, wieso die Seiten noch nicht gesperrt sind, wie es beim ESKB auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Sie setze zudem eine Frist, bis wann die Sperre durchgesetzt sein muss.

Dafür, wieso die Websites noch zugänglich sind, gibt es diverse Gründe. Etwa, wenn ein Telekomanbieter mehrere Server betreibt und die Sperren nicht automatisch auf allen Servern übernommen werden.

Zudem könnten etwa Firmen selber steuern, welche Sperren sie übernehmen wollen. Dadurch ist es möglich, dass Spielende auf dem Computer in der Firma weiterhin auf den ausländischen Onlineseiten spielen können, während sie es über das private Netz auf dem Handy nicht mehr könnten.

Ausserdem gibt es sogenannte «White Lists», welche die Black Lists übersteuern. Websites, die hohe Klickzahlen hätten, werden dadurch von der Schwarzen Liste ausgenommen. In der Regel seien dies Seiten wie Google oder Facebook. Die Praxis zeige aber nun, dass auch Websites der Black List darunter seien.

Schwarze Liste wächst weiter

Während nach wie vor noch nicht alle bislang gemeldeten Seiten gesperrt sind, wächst die Schwarze Liste der ESBK weiter. Die ersten 40 Adressen wurden am 3. September veröffentlicht. Sechs Wochen später war die Liste um 20 weitere Adressen gewachsen.

Die illegalen Internetseiten würden etwa von Personen gemeldet, die nach dem Spielen Geld nicht ausbezahlt bekämen. Auch Schweizer Casinos würden der ESBK Adressen weiter geben. Zuweilen stosse die ESBK auch selber auf illegale Internetangebote.

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