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Bach tritt in Zermatt über Ufer und überflutet zahlreiche Keller

Am bisher heissesten Tag des Jahres, ohne einen Tropfen Regen, hat der Triftbach im Oberwalliser Ferienort Zermatt überraschend Hochwasser geführt. Graue Wassermassen schlugen gegen Hauswände und überfluteten Keller.

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(sda/nat)

Wie die Gemeinde Zermatt am späteren Mittwochabend mitteilte, führte der Triftbach seit 18 Uhr Hochwasser. Grund dafür sei der Ausbruch einer Gletschertasche. Dabei handelt es sich um einen unterirdischen See, der sich plötzlich und unkontrolliert entleert. Dieses Wasser führt jeweils viel Moränenmaterial, also Sand und Steine mit.

Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser sprach auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer «nicht kalkulierbaren Laune der Natur». Für die Bevölkerung hat gemäss Mitteilung der Gemeinde keine Gefahr bestanden, verletzt wurde niemand. Wieso sich der unterirdische See entleert hat, ist derzeit unklar.

Der Triftbach ist einer der vielen Bäche, die permanent beobachtet werden. Er war seit Jahren nicht mehr auffällig. Die Brücken wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt und die umliegenden Restaurants geschlossen.

Der prallvolle Triftbach in Zermatt: eine Gleschtertasche, die sich unerwartet entleerte, führte am Mittwochabend zu Hochwasser. (Bild: Gemeinde Zermatt)
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Der Triftbach in Zermatt führte ab Mittwochabend um 18 Uhr plötzlich Hochwasser. Eine Gletschtertasche hatte sich entleert. (Bild: Gemeinde Zermatt)
Der Triftbach in Zermatt führte ab Mittwochabend um 18 Uhr plötzlich Hochwasser. Eine Gletschtertasche hatte sich entleert. Verletzt wurde niemand. (Bild: Gemeinde Zermatt)

Der prallvolle Triftbach in Zermatt: eine Gleschtertasche, die sich unerwartet entleerte, führte am Mittwochabend zu Hochwasser. (Bild: Gemeinde Zermatt)

Im Dorf war die Feuerwehr im Einsatz, unterstützt durch lokale Bauunternehmer sowie den Zivilschutz. Sie sorgten insbesondere dafür, dass die Brücken nicht durch Geschiebe blockiert wurden. «Die Situation ist nicht so dramatisch, wie es auf dem Video aussieht. Es gibt keine Panik, die Touristen und die Bewohner haben ruhig reagiert. Zermatt ist sich einiges gewohnt», sagt Biner-Hauser gegenüber blick.ch.

Einige überflutete Keller mussten ausgepumpt werden, wie die Gemeindepräsidentin sagte. Die Schäden am Bachbett und den umliegenden Gebäuden dürfte erst am Donnerstagmorgen ersichtlich werden, wenn das Wasser zurückgegangen ist.