SGS mit markanter Umsatzeinbusse im ersten Semester

Der weltweit tätige Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS hat im ersten Halbjahr die Corona-Krise mit grosser Wucht zu spüren bekommen und deutlich weniger umgesetzt und verdient. Bei den Aussagen zum weiteren Verlauf des Jahres bleibt das Unternehmen äusserst vage.

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CEO Frankie Ng muss einen tieferen Umsatz vermelden.

CEO Frankie Ng muss einen tieferen Umsatz vermelden.

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
(sda/awp)

Der Umsatz von SGS sank um 20,7 Prozent auf 2,650 Milliarden Franken. Klammert man den Währungseinfluss sowie die Zu- und Verkäufe von Geschäftsteilen und kleineren Firmen aus, dann resultierte ein organischer Umsatzrückgang von 10,4 Prozent, wie SGS am Dienstag mitteilt.

In der Folge verschlechterte sich die Profitabilität. Der Betriebsgewinn (adjustierter EBIT) ging um 32,5 Prozent auf 330 Millionen Franken zurück und die entsprechende Marge auf 12,5 Prozent von 14,6 Prozent. Ursprünglich peilte die Gesellschaft für 2020 an, den Wert über die Schwelle von 17 Prozent zu drücken. Unter dem Strich steht im Halbjahresabschluss ein 55 Prozent tieferer Reingewinn von 171 Millionen Franken.

Mit den Kennzahlen hat SGS die Erwartungen der Analysten auf Umsatzebene zwar verfehlt, bei der Profitabilität aber übertroffen. Die Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz in Höhe von 2,72 Milliarden Franken und einem bereinigten EBIT von 310 Milliarden gerechnet.

Mit Blick nach vorn bleibt SGS vage: Die Guidance für 2020 werde angesichts der diversen staatlichen Lockdown-Massnahmen zurückgezogen. Es bleibe zudem herausfordernd, sinnvolle Aussagen für das gesamte Geschäftsjahr zu machen. Umsatzmässig habe SGS im April den Tiefpunkt erreicht, seitdem verbessere sich die Lage wieder, heisst es im Communiqué des Unternehmens.