Schweizer Tourismus befürchtet grosse Konkurswelle

Das Jahr 2020 dürfte für den Schweizer Tourismus nach Ansicht von Martin Nydegger, Direktor des Tourismus-Dachverbandes, schrecklich werden. Eine Welle von Konkursen aufgrund der Coronakrise dürfte unabwendbar sein.

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Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, rechnet mit einem katastrophalen Jahr 2020 für die Tourismusbranche.

Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, rechnet mit einem katastrophalen Jahr 2020 für die Tourismusbranche.

KEYSTONE/GAETAN BALLY
(sda)

Schweiz Tourismus habe diverse Umfragen gemacht, sagte Nydegger in einem Interview mit den Zeitungen der CH Media (Samstagausgabe). Von rund 4000 Betrieben hätten 23 Prozent angegeben, dass sie nicht unbeschadet aus der Coronakrise herauskommen würden.

Es werde noch lange dauern, bis die Buchungszahlen von 2019 wieder erreicht würden. «Ich befürchte eher fünf als drei Jahre. Der Einschnitt ist so tief», sagte Nydegger weiter. Der Effekt sei immer der gleiche. Runter gehe es schnell und steil, hinauf aber langsam.

Am schnellsten werde das Niveau von vor der Krise in den Bergen erreicht werden. Dann folgten die Städte. Und sehr lange werde es im Geschäftstourismus gehen. Die Prognosen für den Sommer seien intakt. Die Branche hoffe, dass die Gäste Vertrauen hätten.

Allerdings seien die Kapazitäten reduziert. Die Restaurants, Hotels und Bergbahnen könnten nur die Hälfte ihrer Kapazität anbieten. Die Gäste wären daher gut beraten, in den Restaurants, Hotels, Bahnen oder Museen zu reservieren. Nydegger erwartet nicht, dass es zu einer Rabattschlacht kommt.