Schweizer Klimaseniorinnen kündigen in Strassburg Klimaklage an

Nach Ansicht des Vereins Klimaseniorinnen Schweiz verletzen die Schweizer Klimaziele das verfassungsmässige Grundrecht auf Leben und Gesundheit. Nachdem das Bundesgericht ihre Klage abgewiesen hat, haben sie diese am Dienstag beim EGMR in Strassburg angekündigt.

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Die KlimaSeniorinnen am Dienstag vor dem EGMR in Strassburg. Vertreter von anderen Klimaklagen, wie etwa Mitglieder der französischen Klimaklage «L'Affaire du Siècle», schlossen sich der Schweizer Delegation an. Gemeinsam zeigten sie eine Kette aus mehreren hundert Wimpeln und Fahnen. Diese stehen für die Wünsche und Hoffnungen der Menschen in der Klimakrise.

Die KlimaSeniorinnen am Dienstag vor dem EGMR in Strassburg. Vertreter von anderen Klimaklagen, wie etwa Mitglieder der französischen Klimaklage «L'Affaire du Siècle», schlossen sich der Schweizer Delegation an. Gemeinsam zeigten sie eine Kette aus mehreren hundert Wimpeln und Fahnen. Diese stehen für die Wünsche und Hoffnungen der Menschen in der Klimakrise.

Keystone/GEORGIOS KEFALAS
(sda)

Eine Delegation der Klimasenioren und -seniorinnen fuhr an Bord des Greenpeace-Schiffes «Beluga» auf dem Rhein von Basel nach Strassburg, um ihre Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) anzukündigen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, verklagen sie den Bundesrat, weil ihre Gesundheit aufgrund der zunehmenden Hitzewellen, bedingt durch den Klimawandel, bedroht sei.

Rosmarie Wydler-Wälti, Co-Präsidentin der Klimaseniorinnen, sagte gemäss Communiqué vor dem EGMR-Gebäude in Strassburg: «Unsere Forderung an die Bundesrätinnen und Bundesräte ist einfach: Schützt unser Leben und unsere Gesundheit vor den Folgen der Klimakrise.» Die aktuelle Pandemie beweise, dass Prävention zentral sei. «Warum also will die Schweiz mit der Bekämpfung der Klimakrise warten, bis es keinen Weg zurück gibt?»