Schweiz kann in der Krise ihr Image stärken

Das Image der Schweiz im Ausland ist nach Ansicht von Nicolas Bideau, Direktor von Präsenz Schweiz, durch die Coronakrise gestärkt worden. Die Schweiz sei im Ausland vor allem durch Innovation und starkes politisches Management aufgefallen.

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Laut Nicolas Bideau, Direktor von Präsenz Schweiz, hat das starke Management des Bundesrates in der Coronakrise auch im Ausland grosse Beachtung gefunden.

Laut Nicolas Bideau, Direktor von Präsenz Schweiz, hat das starke Management des Bundesrates in der Coronakrise auch im Ausland grosse Beachtung gefunden.

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
(sda)

«Im internationalen Vergleich hat die 'Marke Schweiz' in der Krise gut abgeschnitten», sagte Bideau in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps». Die Eidgenossenschaft habe sich in mehreren Bereichen auszeichnen können.

Sie sei stark in der Innovation. «Die Schweiz ist für ihre Pharmaindustrie bekannt. Und sie hat in der Krise in bemerkenswerter Weise Lösungen präsentiert», sagte Bideau. Er verwies dabei vor allem auf die von Roche entwickelten serologischen Tests.

Contact-Tracing-App als Vorbild

Die von den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne (EPFL) und Zürich (ETHZ) entwickelte App zur Rückverfolgung von Kontakten infizierter Personen (Contact Tracing) geniesse auch international hohes Ansehen.

Zu überzeugen vermocht habe auch das politische Management in der Gesundheitskrise. In zahlreichen Ländern hätten ungenügende Kapazitäten bei Spitalbetten für Schlagzeilen gesorgt. Das habe es in der Schweiz dank gutem Management nicht gegeben. Es habe sich gezeigt, dass das Gesundheitssystem der Schweiz gut funktioniere.

Unkomplizierte Kreditvergabe

Lobend erwähnte Bideau ferner die rasche politische Reaktion auf die Wirtschaftskrise, die im Ausland sehr positiv aufgenommen worden sei. Namentlich die unkomplizierte Vergabe von Krediten und Bürgschaften sei für andere Länder wegweisend gewesen.

Auch «kleine Anekdoten» hätten der Schweiz ein gutes Image verschafft, fuhr Bideau fort. Dazu zähle allen voran die vom Basler Tennisprofi Roger Federer lancierte «Tennis at home challenge», die weltweit Begeisterung ausgelöst habe und von der das gute Image der Schweiz im Ausland stark profitiert habe.