Rund hundert Demonstranten in Genf fordern freie Wahlen in Algerien

In Genf haben rund hundert Personen am Samstag vor dem Palais Wilson am Seeufer, dem Sitz des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte, demonstriert. Sie forderten freie Wahlen in Algerien.

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Vor dem Uno-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf haben rund hundert Personen gegen eine fünfte Amtszeit des algerischen Präsidenten Bouteflika demonstriert. (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Vor dem Uno-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf haben rund hundert Personen gegen eine fünfte Amtszeit des algerischen Präsidenten Bouteflika demonstriert. (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

(sda)

«Es lebe das freie und demokratische Algerien», «nieder mit der Militärdiktatur», skandierten die mehrheitlich algerischen Teilnehmenden auf Arabisch. «Stoppt die Wahlfälschungen» stand etwa auf Plakaten und Transparenten.

«Das algerisch Volk will einen friedlichen (politischen) Übergang», erklärte ein Redner auf Französisch. Er begrüsste die Demonstrationen gegen eine fünfte Amtszeit von Präsident Abdelaziz Bouteflika, die seit drei Wochen in Algerien stattfinden. Dieser ist seit 20 Jahren im Amt will am 18. April erneut kandidieren.

Nach einem Schlaganfall 2013 sitzt Bouteflika im Rollstuhl und hat Probleme beim Sprechen. Seit rund zwei Wochen hält er sich zur medizinischen Behandlung am Universitätsspital Genf auf, offiziell zu einem «regulären medizinischen Kontrollbesuch».