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Rund 1000 Personen feiern in Moutier Jahrestag der Volksabstimmung

Ein Jahr nach der Volksabstimmung für den Wechsel zum Kanton Jura ist in Moutier BE am Samstagabend das «Fest der Freiheit» gefeiert worden. Rund 1000 Personen fanden sich zu dem Volksfest in der Altstadt ein.
Mit einer Acht-mal-Acht-Meter grossen Fahne am Rathaus in Moutier wollen die Teilnehmer einer Veranstaltung die Zugehörigkeit zum Kanton Jura untermauern. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Mit einer Acht-mal-Acht-Meter grossen Fahne am Rathaus in Moutier wollen die Teilnehmer einer Veranstaltung die Zugehörigkeit zum Kanton Jura untermauern. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Die Restaurants und Bars bleiben bis zum frühen Sonntagmorgen gegen 5 Uhr geöffnet. Das Organisationskomitee hat einen privaten Sicherheitsdienst engagiert, um für ein geordnetes und friedliches Fest zu sorgen. Die Organisatoren riefen sogar die Gegner des Kantonswechsels zum Mitfeiern auf.

Am frühen Abend wandten sich vor dem Rathaus der separatistische Stadtpräsident Marcel Winistoerfer sowie Valentin Zuber als Sprecher der Bewegung «Moutier ville jurassienen» an die Festbesucher. «Das Resultat der Abstimmung vom 18. Juni 2017 muss anerkannt werden. Wir werden davon nicht abweichen», sagte Winistoerfer. «Moutier ist mehr denn je eine Jura-Stadt», betonte Zuber.

Zum Abschluss des politischen Teils der Veranstaltung, zu der einige Politiker des Kantons Jura eigens angereist waren, wurde an der Fassade des Rathauses unter dem Jubel der Menschenmenge eine riesige Jura-Flagge aufgezogen. Wenig überraschend sangen die Aktivisten dann auch die Hymne des Kantons Jura.

Die Organisatoren hatten eine friedliche Veranstaltung versprochen. Bis zum Abend gab es laut den Angaben denn auch keine Vorkommnisse.

Klima des Misstrauens

Bei der Volksabstimmung vom 18. Juni 2017 sprach sich eine knappe Mehrheit mit 137 Stimmen für einen Wechsel zum Kanton Jura aus. Der Kantonswechsel ist jedoch durch nach wie vor hängige Beschwerden blockiert. Im Städtchen selbst herrscht ein Klima des Misstrauens und beide Lager beschuldigen sich gegenseitig.

Bis Klarheit über die Rechtmässigkeit des Abstimmungsresultates herrscht, kann es noch länger dauern. Das Regierungsstatthalteramt des Berner Jura wird über die Beschwerden kaum vor September entscheiden. Die Entscheide können in der Folge bis vor Bundesgericht gezogen werden.

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