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Post-Vizepräsident Adriano Vassalli tritt zurück

Der Vize-Verwaltungsratspräsident der Post, Adriano Vassalli, tritt auf die Generalversammlung vom 26. Juni 2018 zurück. Dies schreibt Vassalli am Samstagabend in einer an die Medien verschickten Erklärung.
Post-Vizepräsident Adriano Vassalli, hier am Jahrestreffen des Schweizerischen Roten Kreuzes im Juni 2017 in Lugano. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI)

Post-Vizepräsident Adriano Vassalli, hier am Jahrestreffen des Schweizerischen Roten Kreuzes im Juni 2017 in Lugano. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI)

(sda)

Er habe am Samstag Bundesrätin Doris Leuthard und die Mitglieder des Verwaltungsrates der Schweizerischen Post über seinen Rücktritt als Mitglied des Verwaltungsrates der Post und infolgedessen auch der PostFinance informiert. Er habe sich diesen Schritt eingehend überlegt und ihn im Interesse des Neuanfangs gefällt.

Wiederholt seien ihm in letzter Zeit öffentlich diverse Vorwürfe gemacht worden. «Dazu halte ich fest: ich habe keinerlei Pflichtverletzungen begangen und insbesondere die ominöse Aktennotiz vom 21. August 2013 nie erhalten», schreibt er in der Mitteilung.

In dieser Aktennotiz machte die interne Revision der Post auf die «Problematik der Kostenumbuchungen zu Lasten des öffentlich finanzierten Verkehrs» aufmerksam. Empfänger waren unter anderen Verwaltungsratspräsident Peter Hasler und die zurückgetretene Konzernleiterin Susanne Ruoff.

Die Post nehme vom Rücktritt Vassallis Kenntnis, sagte Post-Sprecher François Furer am Samstagabend gegenüber Keystone-SDA. Der Verwaltungsrat werde in den kommenden Wochen das weitere Vorgehen besprechen.

Auch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) nimmt von Vassallis Entscheid Kenntnis, wie es in einer Mitteilung vom Samstagabend schreibt. Dies trage dazu bei, den Neustart bei der Post zu erleichtern.

«Viel zu tun»

Es gebe bei der Post in den nächsten Monaten im Zusammenhang mit den personellen und operationellen Massnahmen sehr viel zu tun und es brauche auch einen Kulturwandel, um das Vertrauen in die Post und in den Service Public zu stärken, schreibt das Uvek weiter.

Anfang Februar löste der Vorwurf, die PostAuto AG habe jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Regionaler Personenverkehr (RPV) Gewinne erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen eingestrichen, allenthalben Erstaunen und Entsetzen aus.

Seit vergangenem Montag liegt der Bericht über die externe Untersuchung zu den Verfehlungen vor. Am Abend vor der Veröffentlichung gab Susanne Ruoff ihren Rücktritt als Konzernchefin bekannt. Am Montag teilte Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller mit, dass die Geschäftsleitung der PostAuto AG per sofort freigestellt wird.

Der Bundesrat seinerseits hatte am 8. Juni entschieden, dem Verwaltungsrat der Post für das Jahr 2017 keine vollumfängliche Décharge zu erteilen.

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