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Pauline Boudry und Renate Lorenz bespielen Schweizer Pavillon

An der 58. Kunstbiennale in Venedig verwandelt das Künstlerinnenduo Pauline Boudry/Renate Lorenz den Schweizer Pavillon in die filmische Installation «Moving Backwards». Die Ausstellung dauert vom 11. Mai bis 24. November 2019.
Das Künstlerinnenduo Pauline Boudry (rechts) und Renate Lorenz verwandelt den Schweizer Pavillon an der diesjährigen 58. Kunstbiennale in Venedig in eine filmische Installation. (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

Das Künstlerinnenduo Pauline Boudry (rechts) und Renate Lorenz verwandelt den Schweizer Pavillon an der diesjährigen 58. Kunstbiennale in Venedig in eine filmische Installation. (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

(sda)

Das Duo Boudry/Lorenz erforsche «vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Backlash Praktiken des Widerstands», schreibt die für den Schweizer Pavillon zuständige Kulturstiftung Pro Helvetia in ihren Medienunterlagen. Dazu vereinigten die Künstlerinnen Guerillatechniken, postmoderne Choreografien und urbane Tänze mit Elementen der «Underground-Queer-Kultur».

Begegnungen im Nachtklub

In der filmischen Installation «Moving Backwards» experimentieren fünf Performerinnen und Performer mit Rückwärtsbewegungen. Der Raum erinnert an einen Nachtklub. Die Betrachterinnen und Betrachter seien eingeladen, in dieser Umgebung in eine Choreografie aus Gesten, Filmausschnitten und animierten Objekten einzutauchen und sich aussergewöhnlichen Begegnungen auszusetzen, schreibt Pro Helvetia.

Pauline Boudry aus Lausanne (*1972) und die Berlinerin Renate Lorenz (*1963) arbeiten seit 2007 zusammen. Sie produzieren nach eigenen Angaben Installationen, die mit spielerischer Absicht die Spannung zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Gleichzeitigem und Ungleichzeitigem ausloten. Der Titel ihrer Arbeit in Venedig - «Rückwärts vorrücken» - deutet ihr dialektisches Konzept an.

Eine wichtige Rolle spielte das Duo auch schon an der 54. Kunstbiennale in Venedig von 2011. Damals war es Teil des Schweizer Beitrags «Chewing the Scenery» im Teatro Fondamenta Nuove, für den die Kuratorin Andrea Thal verantwortlich war.

Begleitprogramm im «Salon Suisse»

Die 58. Kunstbiennale hat auch ein Begleitprogramm. Dazu gehört der «Salon Suisse», der für das Publikum - parallel zur Ausstellung im Schweizer Pavillon - eine Performance-, Gesprächs- und Veranstaltungsreihe organisiert.

Nach dem Eröffnungssalon am 11. Mai in der Accademia di Belle Arti di Venezia sind im Palazzo Trevisan degli Ulivi drei weitere jeweils drei Tage dauernde «Salon Suisse» programmiert. Zu den Mitwirkenden zählt auch Charlotte Laubard, die den Schweizer Pavillon kuratiert.

Schweizer an internationaler Ausstellung

Die internationale Ausstellung der Kunstbiennale wird dieses Jahr von Ralph Rugoff kuratiert und trägt den Titel «May You Live In Interesting Times». Zu sehen sind im Hauptpavillon in den Giardini und im Arsenale Werke von 79 Künstlerinnen und Künstlern. Eingeladen hat Rugoff auch die Schweizer Christoph Büchel und Christian Marclay.

Büchel inszeniert im Arsenale sein Projekt «Barca Nostra», das Wrack eines Flüchtlingsschiffs, das vor vier Jahren in der «Strasse von Sizilien» gesunken und von der italienischen Marine geborgen worden ist. Bei dem Unglück kamen schätzungsweise 800 bis 1000 Menschen ums Leben. Nach der Biennale wird das Schiff nach Sizilien zurückgebracht und dort in einem «Garten des Gedenkens» aufgestellt.

Marclay präsentiert im Arsenale seine Videoinstallation «40 War Movies», die sich aus 40 im Handel erhältlichen Kriegsfilmen zusammensetzt. Der Künstler überlagert die Filme, wodurch der narrative Inhalt der Originalfilme verschleiert wird. Im Pavillon in den Giardini sind von Marclay zudem vier Farbholzschnitte mit dem Serientitel «Scream» ausgestellt.

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