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Parlament soll "Sion 2026" mit einer Milliarde unterstützen

Der Bundesrat bleibt bei seinem Engagement für die olympischen Winterspiele 2026. Er beantragt dem Parlament, das Projekt "Sion 2026" mit bis zu 994 Millionen Franken zu unterstützen, sollte die Schweiz den Zuschlag erhalten.
Sollte die Schweiz den Zuschlag für die olympischen Winterspiele 2026 erhalten, möchte der Bundesrat das Megaprojekt mit bis zu 994 Franken aus der Bundeskasse unterstützen. (Bild: KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN)

Sollte die Schweiz den Zuschlag für die olympischen Winterspiele 2026 erhalten, möchte der Bundesrat das Megaprojekt mit bis zu 994 Franken aus der Bundeskasse unterstützen. (Bild: KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN)

(sda)

Am Mittwoch hat der Bundesrat seine Botschaft über den Bundesbeitrag an Olympische und Paralympische Winterspiele in der Schweiz verabschiedet. Darin beantragt er dem Parlament, die entsprechenden Kredite zu beschliessen.

Die Winterspiele stellten für die Schweiz als Austragungsland eine grosse Chance dar, welche die Risiken überwiege, schreibt der Bundesrat in seiner Botschaft. Nicht nur im Sport, sondern auch in Wirtschaft und Gesellschaft erwartet er von der Kandidatur "Sion 2026" zahlreiche positive Auswirkungen.

Die Kreditsummen, die er dem Parlament zur Genehmigung vorlegt, entsprechen alle den Zahlen aus der Vernehmlassungsvorlage. "Wir haben nichts daran geändert", sagte Sportminister Guy Parmelin vor den Medien in Bern.

Die vorgesehenen Bundesbeiträge hat der Bundesrat an eine Reihe von Bedingungen geknüpft. Ein Subventionsvertrag soll zudem sicherstellen, dass die Bundesmittel "zweckmässig, wirksam und wirtschaftlich eingesetzt werden". Weiter gibt es Auflagen zur Nachhaltigkeit.

Mehr Chancen als Risiken

In der Vernehmlassung seien die Reaktionen zum Vorhaben positiv ausgefallen, hält der Bundesrat weiter fest. Viele Vernehmlassungsteilnehmer teilten seine Einstellung. Auch die grosse Mehrheit der Kantone habe sich positiv zum Projekt geäussert.

Es wurden aber auch kritische Stimmen laut. Vor allem linke Parteien und Umweltorganisationen stemmen sich gegen das Projekt. In ihren Augen sind Spiele dieser Grösse mit nachhaltigem Management und sozialer Verantwortung kaum möglich und bergen Risiken für Umwelt und Finanzen.

Der Bundesrat geht in seiner Medienmitteilung vor allem auf Bedenken zur Sicherheit ein. Er sei sich bewusst, dass acht Jahre vor der Austragung eines solchen Grossanlasses zwangsläufig auch Unwägbarkeiten bestünden. Dazu gehörten die Aufwendungen für die öffentliche Sicherheit.

Die Konferenz der Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) habe aber bestätigt, dass die Sicherheit der Winterspiele gewährleistet werden könnte; die Kantone stünden derzeit in Verhandlungen für die Regelung der Sicherheitskosten.

Wallis gespalten

Doch nicht nur links-grüne Parteien äussern Skepsis. Auch die Bevölkerung in den potenziellen Austragungskantonen ist tief gespalten. Im Wallis entscheidet das Stimmvolk am 10. Juni über eine finanzielle Beteiligung von 100 Millionen Franken des Kantons an den olympischen Winterspielen.

Laut einer Umfrage im Auftrag des Westschweizer Radio und Fernsehens RTS, die am Dienstag veröffentlicht wurde, erteilen 58 Prozent der befragten Walliser Stimmberechtigten dem Projekt eine Absage. Bloss 42 Prozent würden derzeit "Ja" oder "eher Ja" sagen.

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