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Papst-Besuch ist ein finanzieller Kraftakt für Bistum

Die Messe von Papst Franziskus in Genf kostet 2,2 Millionen Franken, so viel wie das gesamte Jahresbudget des gastgebenden Bistums Lausanne, Genf und Freiburg. Dies stellt die Organisatoren vor finanzielle Probleme. Bischof Charles Morerod bleibt aber zuversichtlich.
«Ich habe gute Gründe, daran zu glauben, dass wir am Ende nicht mit Schulden da stehen werden». Das sagt Charles Morerod, Bischof des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

«Ich habe gute Gründe, daran zu glauben, dass wir am Ende nicht mit Schulden da stehen werden». Das sagt Charles Morerod, Bischof des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Er hoffe, dass die Kosten für die Messe am Donnerstag keine Schulden hinterlassen, sagt Morerod in einem Interview der Westschweizer Zeitung «La Liberté» vom Mittwoch. «Wir haben zwar keinen grossen Sponsor gefunden, aber Spender verschiedenster Art, Körperschaften aus der ganzen Schweiz unterstützen uns.»

Eine teilweise Defizitgarantie sei vorgesehen. «Ich habe gute Gründe, daran zu glauben, dass wir am Ende nicht mit Schulden da stehen werden», zeigt sich der Vorsteher des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg optimistisch.

Das erfordere aber weitere Anstrengungen, sagte Bistumsökonom Jean-Baptiste Henry de Diesbach der Agentur Keystone-SDA auf Anfrage. «Wir haben gute Hoffnungen, unser Ziel zu erreichen, die Situation bleibt aber problematisch», erklärte er.

Mögliche Pleite

Zuvor hatten verschiedene Medien über einen finanziellen Engpass der Organisatoren de Papstmesse berichtet. Die «Neue Zürcher Zeitung» und Blick.ch schrieben von sogar einem drohenden Konkurs des Westschweizer Bistums.

Fakt ist: Bei einem Budget von etwa 2,2 Millionen Franken fehlen dem Bistum noch rund eine Million Franken. Weil der Vatikan keinen Rappen zum Kurzbesuch seines Oberhaupts beisteuert, hat das Bistum zu Spenden aufgerufen. Auf wie viel sich diese Beiträge belaufen, ist unklar.

Stühle aus Frankreich

Vor allem der Sicherheits- und Logistikaufwand ist beträchtlich. So mussten die Organisatoren rund fünfzig Sicherheitsschleusen mieten. Zudem verteuern weitere Grossanlässe die Beschaffung des Materials für den erst vor einigen Monaten angekündigten Papstbesuch.

«Wir dachten nicht daran, dass wir zu wenig Stühle haben könnten in der Schweiz», sagt Morerod. Doch am gleichen Tag geht die Fête de la Musique über die Bühne, und Diplomverleihungen an den Genfer Schulen finden statt. 22 mit Stühlen beladene Lastwagen kommen aus Frankreich.

Hundert Busse gemietet

Für den Transport der Gläubigen von den Parkplätzen zu den Palexpo-Hallen mussten die Organisatoren über hundert Busse für den ganzen Tag mieten. Allein die Transportkosten dürften sich auf rund 300'000 Franken belaufen.

Für den Gottesdienst mit Papst Franziskus in Genf haben sich mehr als 41'000 Menschen angemeldet. Anlass des Besuchs ist der siebzigste Jahrestag der Gründung des Weltkirchenrats in Genf. Dabei will der Pontifex ein Zeichen für den Zusammenhalt der Christen weltweit setzen.

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