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Oerlikon verschiebt Börsengang der Getriebesparte

Der Oerlikon-Konzern verschiebt den ursprünglich für kommenden Mittwoch vorgesehenen Börsengang seiner Getriebesparte GrazianoFairfield. Als Grund dafür nennt das Unternehmen am Montag die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Wegen des unsicheren Marktumfelds verschiebt Oerlikon den Börsengang seiner Getriebesparte. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Wegen des unsicheren Marktumfelds verschiebt Oerlikon den Börsengang seiner Getriebesparte. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/awp)

Die Kotierung des Segments Drive Systems soll nun zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Wann mit einem neuen Anlauf gerechnet werden könne, wollte ein Sprecher gegenüber AWP nicht spezifizieren.

Oerlikon stehe aber nicht unter Zugzwang. Das Unternehmen gedenke den Schritt erst dann zu tun, wenn sich das Marktumfeld wieder normalisiert habe.

Die Rückmeldungen der Investoren während der Preisfestsetzung seien positiv gewesen, sagte der Sprecher. Doch die seither deutlich erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten und die eingetrübte Stimmung im Zuge der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China hätten kein optimales Umfeld für eine erfolgreiche Kotierung geboten.

Dritte Absage in diesem Jahr

GrazianoFairfield wäre bereits der neunte Börsengang in der Schweiz in diesem Jahr und der dritte in dieser Woche gewesen: Für heute Montag steht das Debüt von Blackstone Resources auf dem Programm und am Freitag steht das IPO des Genfer Biotechunternehmens Obseva bevor. Dazwischen hätte der Termin von der Oerlikon-Sparte gelegen.

Doch auch mit der Terminverschiebung steht Oerlikon nicht alleine da. Bereits Swissport und Gategroup hatten im Frühjahr ihre Pläne wieder in die Schublade gesteckt. Auch die beiden HNA-Töchter nannten die unsicheren Bedingungen an den Finanzmärkten als Grund.

Oerlikon hatte den Börsengang seiner Getriebesparte Ende Juni angekündigt und die Preisspanne zwischen 48 bis 62 Franken pro Aktie festgesetzt. Damit wäre das Unternehmen auf einen Börsenwert von bis zu 620 Millionen Franken gekommen.

Mit der Loslösung seiner Getriebesparte wollte Oerlikon die Voraussetzung schaffen, sich stärker auf seine Kerngeschäfte konzentrieren zu können. Den Erlös aus dem Börsengang sollte für Zukäufe in den verbleibenden Sparten verwendet werden.

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