Novartis-Chef sieht keine rasche Wende bei der Corona-Pandemie

Novartis-Konzernchef Vas Narasimhan rechnet nicht mit einer baldigen Wende in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Welt werde noch länger mit dem Virus leben müssen, sagte Narasimhan in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

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Novartis-Konzernchef Vas Narasimhan rechnet damit, dass die Corona-Pandemie noch bis weit in das nächste Jahr hinein andauern wird.

Novartis-Konzernchef Vas Narasimhan rechnet damit, dass die Corona-Pandemie noch bis weit in das nächste Jahr hinein andauern wird.

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
(sda)

Letzten Frühling habe es einen kurzen Moment der Hoffnung gegeben. Damals habe es so ausgesehen, dass es bei einer einzigen Welle von Ansteckungen bleibe. Jetzt aber sei klar, dass die Pandemie andauere - sicher dieses und vermutlich bis weit in das nächste Jahr hinein.

«Die Frage ist, wann sind wir beim Impfstoff und bei den Behandlungsmethoden so weit, dass die Welt mit dem Virus leben kann. Wir gehen nicht davon aus, dass das Virus plötzlich verschwindet oder genügend Leute immun sind», sagte Narasimhan weiter.

Der Konzernchef räumte ein, dass Novartis noch mehr für die Erforschung neuer Wirkstoffe tun könne. Narasimhan hatte bis 2014 die Entwicklungsabteilung der Impfstoffsparte geleitet, die Novartis dann jedoch verkaufte.

Eine Rückkehr in dieses Geschäft komme für ihn jedoch nicht in Frage, obwohl der Bedarf an Vakzinen gegen Covid-19 und mögliche weitere neue Virus-Erkrankungen gross sei. Jetzt, wo Novartis kein eigenes Know-how mehr habe, wäre ein solcher Vorstoss sehr schwierig.