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Notfallhandbuch als Lehre aus dem Unterbruch in Rastatt erarbeitet

Als Lehre aus dem Totalunterbruch der Rheintallinie im deutschen Rastatt vor genau einem Jahr ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Bahnen intensiviert worden. So haben die SBB an der Erarbeitung eines Notfallhandbuchs mitgearbeitet.
Vor genau einem Jahr hat eine Tunnelbaustelle bei Rastatt in Deutschland den Bahngüterverkehr fast vollständig lahmgelegt. Die Bahnen haben nun die Lehren daraus gezogen und unter anderem ein Handbuch für ein internationales Störungsmanagement ausgearbeitet. (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

Vor genau einem Jahr hat eine Tunnelbaustelle bei Rastatt in Deutschland den Bahngüterverkehr fast vollständig lahmgelegt. Die Bahnen haben nun die Lehren daraus gezogen und unter anderem ein Handbuch für ein internationales Störungsmanagement ausgearbeitet. (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

(sda)

Ab dem 12. August 2017 konnte der Güterverkehr die deutsche Rheintalstrecke während sieben Wochen nicht befahren, weil bei einer Tunnelbaustelle bei Rastatt Gleise abgesackt waren. Der Güterverkehr kam in der Folge fast vollständig zum Erliegen.

Die SBB haben nun zusammen mit der Deutschen Bahn und weiteren Beteiligten des Schienengüterverkehrskorridors Rhein-Alpine (RALP) die Lehren aus dem Vorfall gezogen. Unter anderem werde die Kommunikation in Störungsfällen verbessert und Englisch als Zweitsprache in den Verkehrsleitzentralen geprüft, teilten die SBB am Sonntag mit.

Sämtliche Partner arbeiteten seither an einem Leitfaden für eine bessere internationale Zusammenarbeit. Bis 2030 soll eine «multimodale» Infrastruktur für eine verbesserte Nutzung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs auf der Schiene von den Nordseehäfen bis Genua geschaffen werden.

Notfallhandbuch für Störungen

Aktiv mitgearbeitet haben die SBB auch an einem «Handbuch für ein internationales Störungsmanagement». Dieses Notfallhandbuch definiere Standards und einheitliche Prozesse, die den Güterverkehr bei grösseren Störungen wie Rastatt mit internationalem Ausmass sicherstellten und die Regeln der Kapazitätszuteilung klärten.

Zentral dabei sei eine verbesserte Kommunikation in der grenzüberschreitenden Kooperation, nebst vordefinierten Ansprechpersonen und Abläufen. Im Mai 2018 hätten die Generalversammlung des Verbandes der Europäischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen sowie die Branchenverbände das Handbuch angenommen. Es soll nun jährlich revidiert werden, erstmals auf Juni 2019.

Aus dem Handbuch resultiere auch ein umfangreiches Umleitungskonzept für den Güterverkehr im Rhein-Alpine-Korridor, um bei einem Notfall die Transporte über Alternativrouten zeitnah abzuwickeln. Diese Übersicht sei seit Juli in der Vernehmlassung bei allen beteiligten Eisenbahnunternehmen, schreiben die SBB weiter.

Insbesondere das Infrastrukturmanagement müsse stärker international ausgerichtet werden. Dazu gehörten unter anderem die Einführung des Zugbeeinflussungssystems ETCS und die internationale Harmonisierung von Baustellen.

Deshalb arbeite SBB Cargo gemeinsam mit den sieben Europäischen Güterbahnen an einer Initiative zur Stärkung des Schienengüterverkehrs in Europa. Nebst den Baustellen gehe es in Zukunft auch um eine bessere Koordination der Fahrpläne und des Betriebs, um in Ausnahmesituationen entscheidungs- und handlungsfähig zu sein.

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