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Mit Magnetometer und Radar den Römern auf der Spur

Welche Mauern und Strukturen aus der Antike schlummern noch unter der grünen Wiese bei Kaiseraugst? Das wollen Archäologen mit modernen geophysikalischen Methoden herausfinden.
Mit dem Magnetometer lassen sich verborgene Strukturen im Boden entdecken. (Bild: Universität Brno)

Mit dem Magnetometer lassen sich verborgene Strukturen im Boden entdecken. (Bild: Universität Brno)

(sda)

Ein stattlicher Zentralbau mit Säulenhallen, ein Heilbad, Tempel: Vor rund 1800 Jahren führten heilkundige Priester hier medizinische Badekuren durch. Die monumentale römische Anlage am westlichen Stadtrand von Augusta Raurica ist aussergewöhnlich.

Manches vom Heiligtum in der Grienmatt ist heute noch sichtbar oder wurde in früheren Ausgrabungen freigelegt, anderes lässt sich dank Flugaufnahmen erahnen. Aber welche Strukturen schlummern vielleicht noch unentdeckt unter der grünen Wiese? Und warum findet sich eine solche Anlage ausgerechnet in Augusta Raurica?

Messungen wie bei Stonehenge

Dem will dieser Tage ein internationales Archäologenteam unter Schweizer Leitung auf die Spur kommen. Und zwar mithilfe von Magnetometer und Radarmessungen. Mit dieser Methodik wird beispielsweise auch das Gelände rund um Stonehenge im Rahmen des «Stonehenge Hidden Landscape Project» Meter für Meter analysiert und zu einem detaillierten 3D-Abbild der unterirdischen Gebäude zusammengesetzt.

An den Messungen in Augusta Raurica sind neben den Archäologen vor Ort auch die Universität Basel, die Fachhochschule Nordwestschweiz, sowie die Universitäten Bamberg (Deutschland) und Brno (Tschechien) beteiligt.

Überblick über verborgene Anlagen

«Archäologische Ausgrabungen sind teuer», erklärte Projektleiter Urs Rosemann von Augusta Raurica auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA. Da das Geld für grosse Ausgrabungskampagnen fehle, seien auf dem Areal nur noch Notgrabungen durchgeführt worden. «Wir möchten mit Radar und Magnetometer einen Überblick gewinnen, wie weitläufig diese Anlage eigentlich ist.»

Die Messdaten müssten dann zunächst verarbeitet werden, so Rosemann weiter. Auch sollen sie mit vorhandenen Kenntnissen aus Ausgrabungen, Flugaufnahmen und historischen Dokumenten verglichen werden. «Erste Ergebnisse sehen wir zwar schon am gleichen Abend, aber die Auswertung wird noch bis in den Herbst dauern.»

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