«Mister Coronavirus» Daniel Koch darf in den Ruhestand

Er war das Gesicht der Corona-Krise: Nun, da diese unter Kontrolle scheint, kann «Mister Coronavirus» Daniel Koch mit einigen Wochen Verspätung Ende Mai endlich in Rente gehen.

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Daniel Koch am Mittwoch in Bern vor seiner letzten Medienkonferenz als Corona-Delegierter des Bundes.

Daniel Koch am Mittwoch in Bern vor seiner letzten Medienkonferenz als Corona-Delegierter des Bundes.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER
(sda)

Ende März hatte Koch die Leitung der Abteilung Übertragbare Krankheiten an Nachfolger Stefan Kuster abgegeben, sein Ruhestand hätte Ende April begonnen. Doch Koch blieb: Als Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für Covid-19 stand er dem Bundesrat in der Krise weiterhin zur Seite.

Dafür dankte ihm Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch öffentlich. Kochs wissenschaftliche Kenntnisse, seine Fähigkeit zur Vereinfachung, seine Ruhe, Bescheidenheit und nicht zuletzt sein Humor seinen in der Krise eine grosse Hilfe gewesen.

An allen Pressekonferenzen des Bundesrats habe Koch teilgenommen, zudem an 21 Medieninformationen auf Fachebene. «Jedes Mal mit einer anderen Krawatte», wie Berset feststellte. Nun könne Koch endlich in Pension gehen. «Danke, Herr Koch, und alles Gute.»

Koch seinerseits dankte seinem Team und allen Fachleuten, die zur Bewältigung der Krise beigetragen hatten. Ohne diese hätte er seine Arbeit gar nicht machen können. Ganz Staatsdiener, quittierte er den Dienst mit den Worten: «Es war eine sehr grosse Ehre, dem Bundesrat dienen zu dürfen.»