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Miniatur-Wunderland aus Recycling-Material

Eine Dampflok zuckelt durch die Gegend. In der Gegenrichtung rast ein Schnellzug vorbei. Was wie eine normale Modelleisenbahn ausschaut, ist allerdings keine Anlage aus dem Katalog von Modellbaufirmen, sondern eine der Marke Eigenbau - hergestellt aus Abfallmaterial.
Keine Modellbauanlage aus dem Katalog, sondern fast alles aus Abfallmaterial gebaut. Selbst der Oberbau der Rangierlokomotive wurde von Bruno Schwender selber zusammengelötet. (Bild: Foto Mark Theiler)

Keine Modellbauanlage aus dem Katalog, sondern fast alles aus Abfallmaterial gebaut. Selbst der Oberbau der Rangierlokomotive wurde von Bruno Schwender selber zusammengelötet. (Bild: Foto Mark Theiler)

(sda)

Eng reihen sich Wohnhäuser, Fabriken, ein Bahnhofgebäude und ein Betriebswerk mit einer Lokdrehscheibe aneinander. Sie alle sind aus Konservendosen, Verpackungsmaterial, Sperrholz oder anderen Wegwerfartikeln hergestellt. Den Vergleich mit Massenprodukten aus dem Katalog brauchen sie nicht zu scheuen.

Auch die Aufbauten der im Massstab H0 gehaltenen Eisenbahnwagen und einiger Lokomotiven wurden von Bruno Schwender, dem Erbauer dieser Anlage im Retro-Look, aus Blech geformt und zusammengebaut. Lediglich die Schienen und die Unterbauten von Loks und Wagen stammen von herkömmlichen Modellbahn-Produkten.

Fünf Jahre Bauzeit

Die Eisenbahnanlage «Nostalgia» ist bis Ende August in der Umweltarena in Spreitenbach AG zu Gast. Sie ist eine von sieben Modelleisenbahnanlagen, die Schwender in den letzten 20 Jahren aus Recycling-Produkten gebaut hat. Vier Jahre lang brauchte er, bis er alle Gebäude für diese Anlage geplant und zusammengestellt hatte. Ein weiteres Jahr dauerte es, bis die Schienen und die Gebäude verlegt waren.

Bei Schwender, der in unmittelbarer Nähe der Umweltarena wohnt, stehen sechs andere Schauanlagen für Ausstellungen bereit. Eine besteht aus Rollmaterial und Häusern, die aus Karton hergestellt wurden.

Zwei Drittel selber hergestellt

Auf einer anderen Anlage werden die Loks mittels aufziehbaren Uhrwerken angetrieben. Damit diese Züge eine gewisse Zeit rollen können, baute Schwender das Rollmaterial aus extrem leichten Materialien. Bei den sieben Anlagen habe er jeweils zwei Drittel der Teile selber hergestellt, sagt Schwender, der im Berufsleben auf dem Flughafen Zürich Catering-Boxen hin- und hertransportiert.

Er sei aus Kostengründen darauf gekommen, der Grossteil seiner Modelleisenbahnanlagen selber zu bauen. Zudem sei er ein kreativer Mensch. Weitere Anlagen dieser Art wird es allerdings nicht geben, denn eine Netzhautablösung schränkt Schwenders Sehbereich im Abstand von rund 60 Zentimetern vor den Augen stark ein.

Prediger in Sachen Recycling

Dafür engagiert sich Schwender umso stärker als Prediger in Sachen Recycling. Neben seiner Eigenbau-Anlage hat er in der Umweltarena ein zweites, verwinkeltes Modellbahn-Gleisfeld mit einigen Fabrikgebäuden aufgebaut.

Anhand dieser Teile erklärt er wissbegierigen Besucherinnen und Besuchern, welchen Gang Abfallprodukte wie Glas, Pet, Papier, Metall und andere nehmen und was aus ihnen hergestellt wird.

Dazwischen müssen seine Zuhörer Rangiermanöver durchführen und Wagen mit Recycling-Material zu den verschiedenen Fabriken lotsen, ohne dass ein ständig kreisender Zug behindert wird. Zum Schluss wartet ein Wagen mit «Schöggeli» - als Belohnung für das Anhören des ausführlichen Vortrages.

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