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Meyer Burger will mit Modulhersteller REC zusammenarbeiten

Der in der Krise steckende Solarindustriezulieferer Meyer Burger geht neue Wege. Die Thuner planen mit dem Solarmodulhersteller REC eine strategische Partnerschaft. Gemeinsam wollen sie die so genannte Heterojunction-Technologie am Solarmarkt voranbringen.
Meyer Burger steckt nach mehreren Jahren, die von Verlusten und Stellenabbau geprägt waren, in argen Nöten. Und hat deshalb vor Kurzem die Prüfung des Geschäftsmodells angekündigt. Erster Schritt ist nun eine Kooperation mit REC. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Meyer Burger steckt nach mehreren Jahren, die von Verlusten und Stellenabbau geprägt waren, in argen Nöten. Und hat deshalb vor Kurzem die Prüfung des Geschäftsmodells angekündigt. Erster Schritt ist nun eine Kooperation mit REC. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/awp)

Meyer Burger und REC hätten eine Vereinbarung zur strategischen Zusammenarbeit unterschrieben, teilte Meyer Burger am Donnerstag mit. Diese Absichtserklärung stehe in Zusammenhang mit der Ende Juli angekündigten Prüfung aller strategischen Optionen.

REC plane im Rahmen der Partnerschaft, die Produktionskapazität in ihren Solarmodulen um mehrere Gigawatt zu erhöhen. Dabei sei der Partner im Gegenzug für einen gewissen Exklusivschutz grundsätzlich bereit, mit Meyer Burger einen Gewinnbeteiligungsplan abzuschliessen. Davon sollen beide Parteien langfristig profitieren, hiess es weiter.

Schwaches erstes Halbjahr

Meyer Burger ist in der Klemme, das Geschäft läuft schlecht. Mit dem Preisverfall im Standard-Photovoltaik-Geschäft, insbesondere beim derzeitigen Industriestandard PERC (Passivated Emitter Rear Cell), sind die Margen unter Druck geraten.

Das zeigen auch die Zahlen zum ersten Halbjahr, deren Eckwerte das Unternehmen ebenfalls im Juli kommuniziert hat und nun definitive Ergebnisse dazu vorlegt. So ging der Umsatz auf 122,6 Millionen Franken von zuvor 232,2 Millionen deutlich zurück. Bereinigt um den bereits abgestossenen Wafering-Teil betrug das Umsatzminus 37 Prozent.

Operativ (EBITDA) resultierte ein Verlust von 13,2 Millionen Franken nach noch einem Gewinn von zuvor 29 Millionen. Und unter dem Strich konnte sich Meyer Burger mit 1,8 Millionen knapp in der Gewinnzone halten. Das auf Stufe Reingewinn dennoch eine schwarze Null resultierte, war dem ausserordentlichen Ertrag aus dem Wafering-Verkauf zu verdanken.

Aktionäre machen Druck

Meyer Burger steht allerdings auch weiter unter dem Druck von Aktionären, die Resultate sehen wollen. Gewichtige Anteilseigner um die Gesellschaft Sentis Capital des russischen Investors Petr Kondrashev halten gemeinsam mehr als 10 Prozent und forderten diese Woche die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung. Dort soll Sentis-Co-Geschäftsführer Mark Kerekes in den Verwaltungsrat gewählt werden. Die Gruppe um Sentis kritisiert insbesondere, dass Meyer Burger im Verlauf des Jahres bei den Investoren viel Vertrauen verloren hat.

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