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Luftqualität in der Schweiz wird besser - Ozonbelastung bleibt hoch

Die Luftqualität in der Schweiz hat sich in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert. Trotzdem wurden im Hitzesommer 2018 die Immissionsgrenzwerte von Feinstaub, Stickstoffdioxid und vor allem Ozon zum Teil noch deutlich überschritten.
Die Ozonbelastung lag 2018 während der Sommersmoglagen in der ganzen Schweiz flächendeckend und zum Teil erheblich über den Grenzwerten. (Bild: Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/FRANCESCA AGOSTA)

Die Ozonbelastung lag 2018 während der Sommersmoglagen in der ganzen Schweiz flächendeckend und zum Teil erheblich über den Grenzwerten. (Bild: Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/FRANCESCA AGOSTA)

(sda)

Diese Schadstoffe stellten ein lufthygienisches Problem dar, teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Freitag in seinem Bericht Luftqualität 2018 mit. Demnach war der Sommer 2018 der drittwärmste seit Messbeginn. Alle drei Sommermonate waren ausserdem sehr sonnig.

Die Belastung durch den Schadstoff Ozon ist an windstillen Tagen mit hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung am höchsten. Entsprechend mass das Bafu im letzten Jahr an den 16 Messstationen des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (Nabel) deutlich höhere Ozonkonzentrationen als im Durchschnitt aller Jahre seit 1991.

Tessin stark belastet

Die Grenzwerte für Ozon wurden während der Sommersmoglagen in der ganzen Schweiz 2018 «zum Teil erheblich» überschritten. Die höchste Belastung gab es im Tessin, an den Stationen Lugano und Magadino. Das farblose Gas Ozon kann sich akut auf die Gesundheit auswirken. So kann es zu Reizungen von Augen, Nase, Hals und tieferen Atemwegen sowie Enge und Druck auf der Brust kommen.

Auch die Belastung durch den Feinstaub PM10 übertraf im letzten Jahr an vielen Standorten den Tagesmittelgrenzwert. Der Jahresmittelwert hingegen wurde an den meisten Messstationen eingehalten. Die höchsten Konzentrationen wurden auch hier im Tessin gemessen. Feinstaubpartikel dringen in die Lunge ein, schädigen das Reinigungssystem und führen zu entzündlichen Reaktionen.

Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid hingegen wurden in städtischen und vorstädtischen Gebieten nur noch an stark befahrenen Strassen und Autobahnen überschritten. Abseits davon lagen die Konzentrationen in der Regel unter dem Grenzwert. Stickstoffoxide führen zu Entzündungserscheinungen in den Atemwegen und verstärken die Reizwirkung von Allergenen.

Weniger Schadstoffe seit 1988

Trotz dieser Werte sei an den Nabel-Messstationen seit dem Jahr 1988 bei allen Schadstoffen eine Abnahme der Luftbelastung festgestellt worden, schreibt das Bafu. Da die Luftschadstoffe die Gesundheit der Menschen, aber auch die Vegetation und Materialien schädigen könnten, sei die Verbesserung der Luftqualität äusserst positiv zu werten.

Grosse Erfolge habe es bei der Reduktion von Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, und bei Schwermetallen wie Blei, Cadmium oder Zink gegeben. Als Gründe für die Entwicklung nennt das Bafu strengere Emissionsvorschriften bei stationären Anlagen und Fahrzeugen sowie ökonomische Anreize wie Lenkungsabgaben.

Die Ergebnisse des Jahresberichts wertet das Bafu als Beweis für den Erfolg der bisherigen Luftreinhaltepolitik von Bund, Kantone und Gemeinden. Trotzdem sei das Ziel einer guten Luftqualität noch nicht erreicht und weitere Luftreinhalte-Massnahmen seien klar notwendig.

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