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«Lozärner Bier» muss Brauort Schaffhausen auf der Etikette nennen

Das «Lozärner Bier» muss auf der Etikette angeben, dass es in Schaffhausen gebraut und abgefüllt wird. Das Bundesgericht hat einen Entscheid des Luzerner Kantonsgerichts gestützt und eine Beschwerde der Lozärner Bier AG abgewiesen.
Eine Dose «Lozärner Bier Lager». (Archivbild: Luzerner Zeitung)

Eine Dose «Lozärner Bier Lager». (Archivbild: Luzerner Zeitung)

(sda/hb)

Die Lebensmittelkontrolle des Kantons Luzern hatte 2016 beanstandet, dass auf dem «Lozärner Bier Lager» nicht gekennzeichnet sei, dass es in Schaffhausen und nicht in Luzern hergestellt werde. Deshalb verlangte sie eine täuschungsfreie Kennzeichnung.

Das Kantonsgericht stützte vor einem Jahr diese Forderung. Mit der in Dialekt formulierten geografischen Herkunftsangabe und der blau-weissen Aufmachung werde der Anschein erweckt, das Bier stamme aus Luzern. Tatsächlich werde es im Kanton Schaffhausen gebraut und abgefüllt.

Die Lozärner Bier AG erhob darauf Beschwerde beim Bundesgericht, das sich aber auf die Seite des Luzerner Kantonsgerichts stellte. Das Gericht in Lausanne präzisiert zudem in dem am Mittwoch publizierten Urteilsdispositiv, dass die Frist, die die Luzerner Lebensmittelkontrolle zur korrekten Beschriftung des Biers gesetzt habe, am 16. Juli 2018 ende.

Die Lozärner Bier AG hatte sich auf den Standpunkt gestellt, das «Lozärner Bier» sei im Markenrechtsregister eingetragen. Die Bierrezeptur, der ganze Auftritt und das Marketingdesign stammten aus Luzern, womit der Bezug zu Luzern hergestellt sei. Der Begriff «Lozärner Bier» sei in keiner Weise irreführend.

Genugtuung bei der Brauerei Luzern AG

Neben dem «Lozärner Bier» gibt es auch ein «Luzerner Bier». Dieses wird in Luzern gebraut, bei der Brauerei Luzern AG an der Bürgenstrasse 16. Deren Geschäftsführer David Schurtenberger ist erfreut über den Entscheid des Bundesgerichts: «Wir haben uns schon lange an diesem Etikettenschwindel gestört.»

Das Verfahren gegen die Lozärner Bier AG war nicht von der Brauerei Luzern AG, sondern von der Lebensmittelkontrolle in die Wege geleitet worden. «Wir haben es aber mit Interesse verfolgt», sagt Schurtenberger, «und nehmen jetzt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass damit keine Verwechslungsgefahr mehr besteht.» Die Kunden wüssten künftig genau, welches Bier sie kauften. «Wir hoffen und gehen davon aus, dass einige von ihnen auf unsere Seite wechseln», sagt Schurtenberger.

Lozärner Bier überarbeitet gesamtes Angebot

Die Geschäftsleitung der «Lozärner Bier AG» hat am Donnerstag zum Fall Stellung genommen. «Die Deklaration unseres Dosenbiers 'Lozärner Bier LAGER' haben wir bereits lange vor dem Bundesgerichtsentscheid angepasst und überarbeiten momentan das gesamte Produkt», heisst es in der Mitteilung. Entsprechend sei man dem Entscheid des Bundesgerichts nachgekommen. «Unsere Flaschenbiere, welche immer richtig deklariert waren, sind nach wie vor verfügbar.»

Richtigstellung

Dieser Artikel war in seiner ersten Version mit einer Flasche «Lozärner Bier Premium» illustriert. Dies war falsch. Die Lozärner Bier AG legt Wert auf die Festellung, dass es sich beim beanstandeten Produkt nicht um dieses, sondern um das Produkt «Lozärner Bier Lager» handelt. Wir bitten für die Verwechslung um Entschuldigung. (red)

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