Lonza-Chef Marc Funk geht bereits wieder

Bei Lonza kommt es überraschend und nach kurzer Zeit zu einem erneuten Wechsel an der Spitze des Unternehmens. Der erst seit März dieses Jahres amtierende Marc Funk tritt als CEO zurück und wird interimistisch durch VR-Präsident Albert Baehny ersetzt.

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Nach keinem Jahr an der Spitze ist Schluss: Marc Funk räumt den Chefposten bei Lonza. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Nach keinem Jahr an der Spitze ist Schluss: Marc Funk räumt den Chefposten bei Lonza. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

(sda/awp)

Der Rücktritt von Funk erfolge «aus persönlichen Gründen», teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Er werde allerdings noch bis im Januar 2020 bei Lonza verbleiben, «um eine reibungslose Stabsübergabe sicherzustellen». Seine Dienste für Lonza werden in der Mitteilung verdankt.

Zu den näheren Gründen für den Rücktritt wollte eine Sprecherin von Lonza gegenüber AWP keine näheren Angaben machen. Die Suche nach einem Nachfolger sei aber bereits eingeleitet, erklärte sie.

Funk hatte erst auf Anfang März den langjährigen CEO Richard Ridinger ersetzt, der sich nicht-exekutiven Funktionen in verschiedenen Unternehmen zuwenden wollte. Ridinger hatte damals Funk als «denkbar geeignetsten Nachfolger» bezeichnet. Funk leitete seit 2014 die Division Pharma & Biotech von Lonza.

Baehny im Doppelmandat

Bis ein Nachfolger für Funk gefunden ist, übernimmt VR-Präsident Albert Baehny interimistisch die Funktion des CEO. Aus Gründen der Good Governance sei deshalb Christoph Mäder vom Verwaltungsrat zum Independent Director ernannt worden.

Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat bei der Suche nach einem neuen CEO, wird Baehny in der Mitteilung zitiert, der Lonza seit 2018 als Präsident des Verwaltungsrats vorsteht. Baehny hat Erfahrung mit einem Doppelmandat. Bei Geberit, wo er immer noch Präsident des Verwaltungsrats ist, war er ebenfalls einige Jahre in beiden Funktionen tätig.