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Kunsthalle Zürich: Saisonstart mit einer Doppelausstellung

Die Kunsthalle Zürich startet am Freitag mit zwei Ausstellungen in die neue Saison: «Honky Tonk Calamity >< Ms. Fortune on the Links» von Stefan Tcherepnin ist ein satirischer Blick auf die Welt. In «Ad Astra» huldigt Peter Wächtler der menschlichen Figur.
Das Cookie Monster ist als eines der zentralen Themen in der Ausstellung «Honky Tonk Calamity >< Ms. Fortune on the Links» von US-Künstler Stefan Tcherepnin vertreten. (Bild: Kunsthalle Zürich)

Das Cookie Monster ist als eines der zentralen Themen in der Ausstellung «Honky Tonk Calamity >< Ms. Fortune on the Links» von US-Künstler Stefan Tcherepnin vertreten. (Bild: Kunsthalle Zürich)

(sda)

Die Ausstellung des in Brooklyn lebenden Komponisten, Musikers und Künstlers Stefan Tcherepnin sei gleichzeitig eine Bar, einen Club und ein immersives Environment. Sie sei vergleichbar mit einer Reise ins Hirn, «das sich gerade eine Satire in Form einer musikalischen Komposition ausdenkt», teilte die Kunsthalle Zürich den Medien mit.

Aufgebaut wie eine musikalische Komposition, die sich über eine Reihe von Motiven, Refrains, Umkehrungen, Verzerrungen und Wiederholungen immer neu verschachtelt, dreht sich «Honky Tonk Calamity >< Ms. Fortune on the Links» um die zentralen Motive Golfplatz und Country-Musikclub.

Beim Golfen werden in den USA Beziehungen geknüpft und Deals abgeschlossen. Honky Tonk als Bezeichnung für ein lautes Musiklokal steht für die Welt des texanischen Cowboys, für raue Gradlinigkeit und ruppige Aufrichtigkeit einer Randgemeinschaft.

Dazu stellt Tcherepnin sechs Cookie-Monster (hierzulande als Krümelmonster der Sesamstrasse bekannt), eine Auswahl von Landschaftsdarstellungen und Musik. Anlässlich der Eröffnung am Freitagabend spielt er gemeinsam mit dem Basler Musiker Yanik Soland und dem Berliner Künstler und Musiker Veit Laurent Kurz. Weitere Konzerte von unterschiedlichen Gruppen sollen im Herbst folgen.

Körper im Zentrum

Der in Berlin lebende Künstler Peter Wächtler setzt sich in der Ausstellung namens «Ad Astra» mit der menschlichen Figur auseinander. Auf eine nur scheinbar altmodische Weise. Beim ersten Hinsehen könnte man Wächtlers Kunst mit deutscher Romantik oder den goldenen Weimarer Jahren in Verbindung bringen.

Doch, so schreibt die Kunsthalle im Ausstellungsbeschrieb, «ist seine Kunst der Gegenwart verpflichtet, deren Verwirrtheit, Wünsche und Unsicherheit er mit verbrauchten Motiven nachgeht».

Wächtler zeigt einen neuen Film und drei raumgreifende Skulpturen. Zur Ausstellungseröffnung erscheint ausserdem der Textband «Jolly Rogers».

Beide Ausstellungen dauern bis zum 17. November.

www.kunsthallezurich.ch

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