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Konsumentenpreise bewegen sich im Juni nicht

In der Schweiz haben sich die Konsumentenpreise im Monat Juni verglichen mit dem Vormonat Mai nicht von der Stelle bewegt. Und die Jahresteuerung liegt mit 1,1 Prozent in etwa dort, wo sie die Ökonomen auch in den kommenden Monaten erwarten.
Kleider und Schuhe sind im Juni billiger geworden (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Kleider und Schuhe sind im Juni billiger geworden (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda/awp)

Im Juni ist der Landesindex der Konsumentenpreise im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 102,1 Punkten stehen geblieben, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Damit liegt der Wert im Rahmen dessen, was Ökonomen im Vorfeld der Publikation erwartet haben.

Zu der Preisstabilität im Monatsvergleich haben gemäss dem BFS einige entgegengesetzte Entwicklungen in den verschiedenen Kategorien geführt. Diese hätten sich unter dem Strich aufgewogen, hiess es. So sind die Preise für Pauschalreisen ins Ausland, jene für Fruchtgemüse oder auch für Treibstoffe nach oben gegangen. Auf der Gegenseite wurden Bekleidung und Schuhe sowie Flugtickets billiger.

Tiefere Kerninflation

Die Teuerung in der Schweiz werde nach wie vor vom Ausland her und insbesondere von der Entwicklung der Erdölpreise getrieben, erklärte David Marmet, Chefökonom Schweiz bei der ZKB, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Rechnet man bei der Preisberechnung Elemente wie frische und saisonale Produkte, Energie und Treibstoffe aus, dann ergibt sich ein leichter Rückgang der Kerninflation zum Vormonat um 0,1 Prozent. Auf Jahressicht legte die Kerninflation lediglich um 0,5 Prozent zu.

Marmet geht davon aus, dass sich die Teuerung in den kommenden Monaten stabil entwickeln dürfte. Allenfalls könne es wegen des jüngst wieder etwas stärkeren Frankens bei den Auslandspreisen zu einer leichten Abflachung kommen. Insgesamt dürfte sich die Jahresteuerung aber weiterhin um die 1-Prozent-Marke bewegen.

SNB kann warten

Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) gebe es derzeit keinen Handlungsbedarf für Zinserhöhungen, sagte der ZKB-Ökonom weiter. Solange die Inflation nicht in zügigem Tempo über die Marke von 2 Prozent steige, habe die SNB genügend Spielraum, um an ihrer expansiven Geldpolitik festzuhalten. Mit einem solchen Anstieg rechnet weder die SNB noch der ZKB-Experte.

Vielmehr beobachtet die SNB-Führung genau, was die Europäische Zentralbank (EZB) unternehmen wird. Diese hatte an ihrer letzten Sitzung angekündigt, die Wertpapierkäufe bis Ende des Jahres zu stoppen und frühestens im September 2019 die Zinsen anzuheben.

Bis dann dürfte sich die Inflation in der Schweiz im Bereich von 1 bis 1,5 Prozent einpendeln, schätzt Marmet. Die SNB dürfte somit erst dann an der Zinsschraube drehen, wenn die EZB damit beginne, ihre Zinsen zu erhöhen.

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