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Komponist und Publizist Rolf Urs Ringger gestorben

Der Zürcher Komponist und Musikpublizist Rolf Urs Ringger ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren «nach kurzer schwerer Krankheit», wie die Hinterbliebenen am Freitag mitteilten.
Der Komponist und Musikpublizist Rolf Urs Ringger (1935-2019) ist im Alter von 84 Jahren gestorben. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Der Komponist und Musikpublizist Rolf Urs Ringger (1935-2019) ist im Alter von 84 Jahren gestorben. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Gemäss der Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» liebte Ringger «die Sonne des Mittelmeers, die Musik und die Jugend». Als einer von ganz wenigen Schweizer Komponisten konnte er von Aufträgen leben. Seine Musik wird von Fachleuten als «hell, schwebend und sinnlich» bezeichnet.

Zur Musik fand Ringger bereits während seiner Seminarzeit. Von 1954 bis 1956 nahm er Privatunterricht in Kontrapunkt bei Hermann Haller. Sein eigentliches Studium der Musik begann er dann am Konservatorium Zürich.

Er besuchte im Sommer 1956 die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik bei Theodor W. Adorno und Ernst Krenek. Im Herbst desselben Jahres reiste er nach Neapel und nahm ein halbes Jahr Kompositionsunterricht bei Hans Werner Henze.

Zwischen 1958 und 1962 nahm er Dirigierunterricht in seiner Geburtsstadt. An der Uni Zürich studierte er Musikwissenschaft und Philosophie und promovierte 1964 über die Klavierlieder von Anton Webern. 1961 wurde sein erstes Werk von der Camerata Zürich uraufgeführt.

Seit 1974 schrieb Ringger mehr als hundert Kompositionen für Klavier, Gesang, Kammermusik, Orchester, aber auch drei Ballette, «Der Narziss» (1980), «Ikarus» (1991) und «Ippolito» (1995). Seine Werke wurden auf der ganzen Welt aufgeführt, etwa in London, Manchester, New York, Frankfurt am Main, München, Berlin oder Tokyo.

Praktisch sein ganzes Leben lang war Ringger mit der «Neuen Zürcher Zeitung» verbunden. Während fast sechzig Jahren sind Texte für die «NZZ» entstanden, kleinere und grössere Rezensionen, aber auch ins Strukturelle eindringende Betrachtungen zu einzelnen Werken.

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